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Feuerstelle selber bauen

Die Zutaten für einen gelungenen sommerlichen Abend im Garten sind meist schnell gefunden. Gutes Essen, nette Leute und loderndes Feuer. An das denken sicherlich viele von uns, wenn es um ein geselliges Beisammensein im eigenen Garten geht. Eine selbstgebaute Feuerstelle zieht magisch an. Es spendet Geborgenheit. Es weckt Sehnsucht. Offenes Feuer bietet mehr als nur Licht und Wärme.

So ist es wenig verwunderlich, dass viele Gartenbesitzer den Gedanken fassen eine feste Feuerstelle selber zu bauen. Ob klein oder groß, ebenerdig oder mit Mauer - der Bau einer offenen Feuerstelle bietet zahlreiche Möglichkeiten seine eigenen Wünsche zu verwirklichen. Was Sie vor dem Errichten des Platzes, und Entfachen des Feuers wissen sollten lesen Sie hier.


1. Feuerstelle selber bauen - was ist erlaubt?

Was nur wenige wissen: Offene Feuerstellen sind meist nur mit einer Genehmigung zulässig . Eine Gefahr von Bränden, Rauchbelästigung oder eine Luftverschmutzung durch Feinstaub soll dadurch minimiert werden. Fragen Sie deshalb vorab immer nach, ob Ihre geplante Feuerstelle im Garten überhaupt erlaubt ist.

Geltende Vorschriften können variieren und sollten daher bei den zuständigen Ämtern, oftmals das Ordnungsamt, der Gemeinde oder Stadtverwaltung erfragt werden.

Doch was ist überhaupt eine offene Feuerstelle? Als offene Feuerstellen gelten:

  • Lagerfeuer
  • Grillfeuer
  • Traditionsfeuer, wie zum Beispiel das Osterfeuer


2. Wo baue ich eine Feuerstelle im Garten?

Der richtige Platz für Ihre Feuerstelle sollte in erster Linie eine sichere Umgebung für offenes Feuer sein. Leicht entzündliches Material ist von dieser Stelle fern zu halten. Achten Sie zudem auf genügend Abstand zu Ihrem Haus und zu dem Grundstück Ihres Nachbarn. Auch die Hitze einer falsch aufgestellten Feuerschale kann zu erheblichen Schaden im Garten führen.

Ein Abstand von 50 Meter zu Hecken wird empfohlen. Eine Distanz von 5 Meter zu brennbaren Stoffen sollte nicht unterschritten werden. Dies gilt auch für Gebäude aus brennbaren Materialien wie einem Dachvorsprung oder einer Vertäfelung aus Holz.

Für leicht entzündbare Stoffe, wie Kraftstoffe, gilt ein Abstand von 25 Metern. Trotz dieser Maßnahmen ist es ratsam, bei starkem Wind auf ein Feuer in Ihrer eigenen Feuerstelle zu verzichten .

Ein im Garten windgeschützter Bereich ist auch im Hinblick auf die Rauchentwicklung nützlich. Der Bau einer Feuerstelle darf auch nicht unter Bäumen oder auf Strom- oder Gasleitungen erfolgen.


3. Wie wird eine Feuerstelle selber gebaut?

Generell gilt: Die Feuerstelle muss immer eingerahmt sein , damit sich das Feuer nicht ausbreiten kann! Unser Tipp: Versehen Sie also Ihre Feuerstelle beim Bau mit einem sicheren Rahmen oder einem feuerfesten Untergrund.

Die Größe einer Feuerstelle ist beliebig und je nach Design frei wählbar. Es empfiehlt sich einen Durchmesser zwischen 100 cm und 150 cm zu wählen.

Die Feuerstelle selber bauen und immer vertiefen?

Nein, das muss nicht sein. Die einfachste Bauweise ist, einen großzügiger Kreis aus Granitsteinen zu legen.

Wie tief darf das Feuer versenkt werden?

Sie sollten die Grube inklusive der Steine nicht tiefer als ca. 20 cm legen, da sonst nur ein Schwelbrand entsteht. Eine externe Luftzufuhr, durch ein Rohr, funktioniert nur bei geschlossenen Systemen wie einem Ofen.


Welche Materialien benötige ich, wenn ich die Feuerstelle selber baue?

Boden für die Feuerfläche: Sand, feuerfeste Steine wie Klinker-/Vollziegelsteine, Fugen-/Basaltsplitt

Zierrand bzw. Mauer: geeignet sind auch weniger feuerfeste Steine wie dickere Natursteine, Granit, Basalt

Werkzeug: Spaten, Schaufel, Wasserwaage, reißfeste Schnur, Markierungsspray, Eisenstange oder Rundstab zum Anzeichnen der Kreise, Handfeger, Gummihammer

Mauer: Wenn Sie ringsum um die Feuerstelle eine Mauer errichten möchten, dann benötigen Sie dazu Mörtelmasse, Eimer, Wasser, eine Kelle und einen Schwamm. Normaler Zement ist für eine Feuerstelle vollkommen ausreichend. Sie können aber auch gerne auf den etwas teureren feuerfesten Mörtel zurückgreifen. Dieser hält Temperaturen bis ca. 1000 °C aus.


Anleitung: Einfache Feuerstelle aus Granitpflaster

Eine Feuerstelle selber bauen bedeutet in diesem Fall, dass Sie eine gerade Fläche pflastern. Zumeist wird diese aus Granit gelegt. Dazu zeichnen Sie mit dem Stock und der Schnur den Radius des Kreises an . Stecken Sie den Stock in den Boden. Dieser markiert nun die Mitte Ihrer Feuerstelle. Befestigen Sie die Schnur an dem Stecken. Das andere Ende halten Sie mit Ihrer Hand fest und markieren den Kreis mittels des Sprays

Stechen Sie die Grasnarbe ab und graben entsprechend der Höhe Ihrer Steine eine Vertiefung. Vergessen Sie nicht die Tragschicht aus Kies (ca. 5 cm) miteinzurechnen. 15 cm sind für die meisten Beläge vollkommen ausreichend. Den Erdboden klopfen Sie mit einem Handstampfer gut fest . Das Verdichten verhindert ein späteres Absacken der Feuerstelle.

Nun wird der Kies gleichmäßig verteilt und wieder verdichtet. Als letzte Schicht kann Sand aufgeschüttet werden. Sand verhindert Staunässe.

Zuletzt werden der Granit verlegt . Mithilfe einer Latte können Sie immer wieder überprüfen, ob sich die Steine auf selber Höhe befinden. Zuletzt verfugen Sie die Pflastersteine mit Fugensplitt. Schon haben Sie eine Feuerstelle selbst gebaut.

Sie bevorzugen die Verlegung auf einem Mörtelbett?

Legen Sie vorab alle Steine zu einem Kreis aus . So sehen Sie, ob Sie einen geschlossenen Kreis erhalten und wie viele Steine Sie benötigen. Schütten Sie nach und nach den erdfeuchten Mörtel auf und klopfen den Granit mithilfe des Gummihammers leicht ein. Die Steine sinken bei zu feuchtem Mörtel ein. Durch das Klopfen oder erneute unterfüllen mit Mörtel können Sie die Höhe und Position der einzelnen Steine korrigieren. Auch hier empfiehlt es sich mit einer Latte aus Holz oder Alu zu arbeiten.

Beginnen Sie mit dem äußeren Kreis zuerst und arbeiten sich so in die Mitte vor. Sobald die Feuerstelle fertig verlegt ist, können Sie Mörtel zum Verfugen anmischen. Reiben Sie diesen mithilfe eines Besens in die Zwischenräume. Achten Sie auf ausreichend Mörtelmaterial.

Die Fläche kann nun mit einem Gartenschlauch befeuchtet werden. Das Wasser schlemmt den Mörtel ein und Sie säubern zugleich die Steine. Mit einem Schwamm wischen Sie die Steinoberflächen ab, sodass nach dem Trocknen kein Zementschleier verbleibt. Spülen Sie den Schwamm immer wieder großzügig mit Wasser.

Vor dem ersten Anheizen sollte der Mörtel gut durchgetrocknet sein. Dies kann 1-3 Tage in Anspruch nehmen.



Anleitung: Feuerstelle mit Mauer

Eine gemauerte Feuerstelle ist selbst für handwerklich weniger erfahrene Gartenbesitzer realisierbar. Ob es eine Vertiefung gibt oder nicht, spielt für die Errichtung einer Mauer keine Rolle.

Auf die Grundfläche legen Sie zuerst den ersten Ring der Mauer aus. So überprüfen Sie wieder den Steinbedarf. Nun werden die Steine vorsichtig nach und nach in den erdfeuchten Mörtel gesetzt und mit einem Gummihammer oder dem Stielende eines Hammers in Position gebracht.

An die Zwischenräume der Steine wird ausreichend Mörtel mit der Kelle angebracht. Wischen Sie überstehende Zementreste an den Seiten ab. Vergessen Sie nicht Belüftungslöcher in den ersten Ring einzuplanen. Drei Löcher mit ca. 7 cm reichen aus, damit Ihr Feuer genügend Luft erhält.

Achten Sie bei dem weiteren Setzen der nächsten Ringe immer auf genügend Versatz der Steine. Dies garantiert Ihnen, dass die Mauer nicht kippt.

Haben Sie die gewünschte Endhöhe erreicht, wird die Mauer verfugt . Dazu drücken Sie den Mörtel gleichmäßig in die bestehenden Lücken. Arbeiten Sie hier mithilfe von einer Glättkelle und einem Fugeisen. Arbeiten Sie danach wieder die Fugen mit einem feuchten Schwamm nach und entfernen zugleich den Zementschleier. Achten Sie darauf, dass dabei nicht zu viel Mörtel aus den Fugen gewischt wird.

Vor dem ersten Anheizen sollte er die Mauer gut durchgetrocknet sein. Dies kann 1-3 Tage in Anspruch nehmen.


Anleitung: Vertiefte Feuerstelle selber bauen

Messen Sie mithilfe der oben genannten Methode einen kleineren Kreis wie auch einen größeren Kreis aus. Den inneren Kreis stechen Sie leicht schräg an und heben so eine vertiefte Grube aus . Diese Grube, die sie ausheben, ist später der Boden Ihrer Feuerstelle. Verdichten Sie den Boden mithilfe eines Handstampfers. Die Höhe des Randes, also die Tiefe der Grube kann sich auch nach der Wahl des Gesteins richten, indem Sie diese schräg am Rand zur Verblendung anrichten. In diese Grube können Sie Sand oder Lavamulch füllen.

Am zweiten und äußeren Kreis stechen Sie eine Grasnarbe aus und entfernen eine dünne Schicht Rasen. Die Tiefe des äußeren Kreises richtet sich nach der Höhe des zu verlegenden Materials inklusive Kiesbett. Vergessen Sie auch hier nicht vor dem Verlegen das Verdichten des Bodens.

Besonders schön wird die Feuerstelle, wenn Sie zum Beispiel den äußeren Kreis mit Polygonalplatten auslegen . Damit die oberen Platten stabil aufliegen, ist es ratsam sie auf die Steine der abgeschrägten Wand zu legen. Verfugen Sie mit Splitt die Zierplatten des äußeren Kreises.

Für Ihren Traum von einer selbstgebauten Feuerstelle im eigenen Garten , können Sie die verschiedenen Bauarten untereinander kombinieren und so eine einzigartige Feuerstelle gestalten. Warum also nicht den vertieften Bereich größer gestalten und darin Sitzgelegenheiten wie auch eine Feuerstelle mit Mauer selber bauen. Denn wie sagt man so schön: Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.


4. Welches Holz eignet sich zum Verbrennen?

Für eine schöne Flamme eignet sich Buchenholz am Besten. Für eine geringe Funkenbildung, greifen Sie zu Holz von Laubbäumen. Diese enthalten weniger Harz. Nur unbehandeltes und gut getrocknetes Scheitholz oder Holzkohle darf für ein Lagerfeuer verwendet werden. Baum- oder Strauchschnitt, wie auch Laub sind zu vermeiden, da sie viel Qualm erzeugen.

Bitte achten Sie darauf, das Feuer unter ständiger Aufsicht zu halten. Beim Verlassen der Feuerstelle muss das Feuer vollständig erloschen sein. Gegebenenfalls löschen Sie die Glut mit Wasser ab.


5. Was sind die Alternativen zu einer festen und offenen Feuerstelle?

Sie spielen erst seit Kurzem mit dem Gedanken eine Feuerstelle für Ihren Garten selbst zu bauen? Oder Sie trauen sich nicht den Traum einer selbstgebauten Feuerstelle zu verwirklichen? Wie wäre es dann mit einer Übergangslösung oder einer noch schnelleren Möglichkeit an eine offenen Feuerstelle für Ihren Garten zu gelangen.

Vom Feuerkorb über die Feuerschale bishin zum Fire Pit bietet der Markt viele unterschiedliche Feuerquellen. Schnell aufgebaut, leicht zu transportieren und dekorativ echte Highlights. Braucht es noch mehr Vorteile solcher Gartenaccessoires?


Ist Ihnen schon ein Plätzchen für Ihre Feuerstelle während des Lesens in den Sinn gekommen? Eine offene Feuerstelle muss Ihrer Meinung nach optisch nicht durchgestylt werden, denn Ihnen reicht eine Feuerschale? Sie haben sogar eine überdachte Feuerstelle selbst gebaut? Wir freuen uns über Ihre Meinung zu diesem Thema sowie Bilder Ihrer Terrasse und Ihres schönen Gartens.

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