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Hängematten aufhängen leicht gemacht

Damit Sie es sich in Ihrer Hängematte alleine oder zu zweit so richtig gemütlich machen können, gibt es ein paar Dinge beim Aufhängen zu beachten. Eine stabile Aufhängung in der richtigen Höhe bildet sozusagen das Fundament der Hängematte und damit die Grundlage für Ihre Entspannung. Wie Sie Ihre Hängematte richtig aufhängen, kommt primär auf die Art der Hängematte an. Deswegen wollen wir Ihnen zunächst ein paar verschiedene Hängematten Typen vorstellen. Danach werden Sie erfahren in welchem Abstand und in welcher Höhe Sie Ihre Hängematte aufhängen und mit welchen Utensilien Sie sie am besten befestigen sollten.

Die klassische Hängematte

Bei der klassischen Hängematte befinden sich am Ende der Tuchfläche gebündelte Schnüre, die für das Aufhängen verwendet werden. Richtig aufgehängt erinnert die Form der klassischen Hängematte an eine Banane. Ob in der Single Variante oder als Ausführung für mehrere Personen, der Stoff umschmiegt sanft den Körper und das fühlt sich einfach himmlisch an.


Die Stabhängematte

Wer eher etwas mehr Freiheitsgefühl braucht, wird die Stabhängematte bevorzugen. Bei diesem Konzept sind die Aufhängeschnüre nicht gebündelt, sondern werden einzeln durch einen Stab geführt. Das führt zu einer offeneren, weniger Cacoonartigen Liegefläche, die es sogar ermöglicht Kopfkissen in die Hängematte zu integrieren.


Der Hängesessel

Wer nicht nur die Seele, sondern auch die Beine baumeln lassen möchte, ist bestimmt begeistert über die in den letzten Jahren aufgekommenen Hängesessel. Sie sind eine Kombination aus Hängematte und Sessel. Die Aufhängeschnüre der Hängesessel sind ebenfalls gebündelt, werden dann aber an einem schmalen Querbalken oben, mittig zusammengeführt. Es sind die perfekten Teile um mal richtig abzuhängen. Ähnlich wie bei der klassischen Hängematte schmiegt sich der Stoff eher dem Körper an, was ein heimeliges Gefühl vermittelt.


Kommen wir nun zur richtigen Befestigung Ihrer Entspannungsoase. Die einfachste Möglichkeit Ihre Hängematte aufzuhängen besteht natürlich in einem Hängemattengestell. Dort wird die Hängematte eingehängt und fertig. Möchten Sie Ihre Hängematte aber an einer Wand oder irgendwo draußen aufhängen stellt sich schon als aller erstes die Frage:


Was ist der richtige Aufhängeabstand und was die richtige Aufhängehöhe?

Beginnen wir auch hier zunächst mit der klassischen Hängematte. Der perfekte Aufhängeabstand einer klassischen Hängematte richtet sich nach ihrer Gesamtlänge. Ist die Hängematte zum Beispiel 3m lang, liegt der richtige Abstand bei 2,70m – 2,90m. Ist sie 4m lang brauchen Sie einen Abstand von mindestens 3,60m - 3,90m. Zur Berechnung der Aufhängehöhe gibt es eine kleine Faustregel. Sie lautet Aufhängeabstand geteilt durch 2 = Aufhängehöhe. In den meisten Fällen liegt sie zwischen 1,8 und 2,4 Metern.

Für all diejenigen, denen diese ganze Rechnerei zu kompliziert ist, haben wir noch eine intuitivere 4 Schritte Vorgehensweise um eine klassische Hängematte aufzuhängen:


  1. Überprüfen Sie, dass die Aufhängungsösen links und rechts auf derselben Höhe sind.
  2. Hängt die Hängematte wie eine Banane durch, haben Sie den perfekten Abstand zwischen den Aufhängungspunkten gefunden.
  3. Checken Sie, ob nach vorne und hinten genug Platz zum Schwingen ist.
  4. Ist der Durchhängepunkt, also der tiefste Punkt, der Hängematte auf Höhe Ihrer Knie haben Sie die richtige Aufhängehöhe gefunden.


Bei der Stabhängematte sieht es etwas anders aus. Da sie viel gespannter hängt, als die klassische Hängematte, muss der Aufhängeabstand auch etwas größer sein. Vom Aufhängeabstand können Sie dann auch wieder die richtige Höhe ableiten. Diesmal wird aber nicht durch 2, sondern durch 4 geteilt. Also ein Viertel des Abstandes = Aufhängehöhe. Meistens liegt sie zwischen 1,2 und 1,5 Metern.


Da Hängestühle an einem zentralen Punkt angebracht werden, ist es hier nur wichtig die richtige Aufhängehöhe zu beachten. Diese kann durch die Art der Aufhängung etwas variieren, sollte aber mindestens 2-2,5m betragen.


Die Befestigung der Hängematte

Möchten Sie Ihre Hängematte gerne unter freiem Himmel, auf dem Balkon, der Terrasse oder der Veranda aufhängen? Oder bevorzugen Sie sich etwas Urlaubsgefühl nach hause in Ihre Vier Wände zu holen? Wir erklären Ihnen gerne wie Sie dabei am besten vorgehen. Zuallererst müssen Sie natürlich den Platz festlegen, wo Sie Ihre Hängematte aufhängen möchten. Hierbei helfen die oben genannten Angaben zu Aufhängeabstand und Höhe. Wenn der Ort feststeht, muss geschaut werden, welche Hilfsmittel zum Befestigen nötig sind. Wir empfehlen an den 2 Ösen der Hängematte oder an den Schwerlastösen in der Wand in jedem Fall 2 Karabiner anzubringen. So können Sie die Hängematte nämlich blitzschnell abnehmen. Das mag bei schlechtem Wetter, im Winter, zum Waschen oder wenn Sie zusätzlichen Platz brauchen sehr praktisch sein.

Manchmal bieten sich tatsächlich zwei Bäume im Garten oder zwei Balken auf der Terrasse als Befestigungsmöglichkeit für die Seile an. Sollte dies nicht der Fall sein, brauchen Sie zusätzlich zu zwei Befestigungsseilen auch noch 2 Schwerlastösen, die dann in einen Balken oder in eine Wand geschraubt werden. Hierbei muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Wand tragend ist. Die Schwerlastösen dürfen nur in einer Stein- oder Ziegel Wand oder in einen Holzbalken geschraubt werden. Rigips würde die Last nicht tragen. Sie können sich das Aufhängungsmaterial entweder im Baumarkt besorgen oder ein fertiges Hängematten Aufhängeset kaufen. Hier nochmal im Überblick, was Sie alles benötigen:

  • 2 zusätzliche Seile
  • 2 Karabiner
  • 2 Schwerlastösen


Grundsätzliches Vorgehen:

  1. Wenn kein tragender Balken oder Baum als Befestigungsmöglichkeit verwendet wird, bringen Sie die Schwerlastösen an einer geeigneten Wand an.
  2. Haken Sie die Karabiner in der Schwerlastöse ein und bringen Sie die Zusatzseile an den Karabinern an. Falls Sie die Hängematte an einem Ast aufhängen möchten, müssen Sie zuerst das zusätzliche Seil am Baum befestigen und dann den Karabiner mit Seil und Hängematte verbinden. Hierfür entweder eine Schlaufe formen, Seil um den Ast legen und/oder das Seilende durch eine (bei Seilen aus Aufhängungsset) bereits vorhandene Schlaufe ziehen.
  3. Nun werden die Zusatzseile mit den Aufhängungsösen der Hängematte verbunden. Hierfür sollte der sogenannte Hängematten Knoten verwendet werden (siehe Skizze).
  4. Jetzt gilt es nur noch zu überprüfen ob die Aufhängungshöhe stimmt und Haken und Seile fest sitzen. Hierfür ziehen Sie am besten kräftig und möglichst mit ihrem vollen Körpergewicht an allen wichtigen Komponenten.


Ist alles stabil, können Sie sich ein schönes Buch holen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Oder falls Sie Ihre Hängematte im Haus angebracht haben, Ihre Lieblingsmusik einschalten und einfach entspannen. In jedem Fall wünschen wir Ihnen frohes Abhängen!

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