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Loggia

Die Architektur in Italien hat ein ganz besonderes Flair. Von der Renaissance geprägt, eiferten die Baumeister zu dieser Zeit dem griechischen Idealbild nach. Zahlreiche Gebäude mit Säulen und Rundbögen, so genannten Arkaden, entstanden. Eine dieser Bauformen kennen wir noch heute: Die Loggia.

Was ist eine Loggia?

Eine Loggia ist ein überdachter und windgeschützter Balkon. Im Gegensatz zum klassischen Balkon ist sie allerdings Teil des Gebäudeumrisses und ragt nicht heraus. Sie ist zu drei Seiten geschlossen und nach vorne hin mit einer Brüstung oder einem Geländer versehen. Früher wurde das Dach der Loggia durch Säulen gestützt. Die Statik ist heute jedoch so weit, dass diese Arkaden oft nicht notwendig sind.
Durch ihre Bauweise ist die Loggia wie die japanische Engawa nahezu ganzjährig nutzbar. Sie schützt vor Wind und Regen sowie vor neugierigen Blicken. Auf der Loggia sind Sie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt – hier lässt es sich auch an heißen Tagen gut aushalten.
Eine Loggia im klassischen Sinn beschreibt nicht nur eine besodnere Form des Balkons, sondern auch den Bereich im Erdgeschoss zwischen Innen- und Außenraum. In Deutschland gibt es solche Arten von Loggien im Parterre jedoch kaum.


Wie kann ich meine Loggia am besten nutzen?

Es empfiehlt sich, die Loggia mit einer Tiefe von mindestens 1,50 Metern zu planen. Eine kleinere Fläche ist nicht sinnvoll, da Sie dann Möbel nicht richtig stellen können und der Raum durch die geschlossenen Seiten optisch beengt wirkt.
Da es auf der Loggia durch die Überdachung und die drei Seitenwände sehr schattig ist, ist es ratsam hier Halbschattengewächse anzusiedeln. Hierzu zählen Fuchsien, Begonien, Hortensien, Dahlien oder die Engelstrompete. Auch Buchsbaum und Efeu fühlen sich hier sehr wohl.
Sollten Sie auf der Loggia grillen wollen, sollten Sie grundsätzlich die Hausordnung des Vermieters beachten. Insgesamt sind Kohlegrills hierfür nicht geeignet, da der Rauch durch die Überdachung und den Windschutz nicht gut entweichen kann. Eine passende Alternative ist ein Elektrogrill.
Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag zur Streitfrage "Grillen auf dem Balkon?".

Ist es schwierig, nachträglich eine Loggia einzubauen?

Das A und O für den Einbau einer Loggia ist sowohl der ausreichende Platz, als auch die passende Statik. Hierfür gibt es zahlreiche Statiker, die Sie umfangreich und individuell beraten können. Vorstellbalkone sind deutlich günstiger als Loggien. Das liegt zum einen an der speziellen Lage der Loggia innerhalb des Gebäudeumrisses und die damit verbundenen statischen Berechnungen als auch an dem Mehraufwand beim Bau.
Abgesehen von den baulichen Aspekten, die Sie beachten müssen, gilt es auch die Änderung des Wohnraums zu berücksichtigen. Balkone und eben auch Loggien können mit bis zu 50 Prozent der Wohnfläche zugerechnet werden. Das bedeutet neben den höheren Baukosten pro Quadratmeter auch eine Änderung der Nebenkosten. Hinzu kommt, dass bei einer Mieterhöhung oft auf Basis der Wohnfläche prozentual angeglichen wird.
Rechnen Sie also am besten vorher genau aus, wie viel Geld ein Umbau mit den Folgekosten in Anspruch nimmt.
Sind diese Punkte geklärt steht Ihrer Loggia nichts mehr im Weg.

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