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Minigrills im Test

Ob Kajakfahrt auf dem Wildwasserfluss, Rucksacktour durch die Alpen oder einfach nur ein Picknick im Park um die Ecke – der abendliche Grillgenuss ist oft Abschluss eines gelungenen Urlaubstages. Doch Einweggrills aus Alu bringen meist mehr Verdruss als Freude am Grillen. Geringe Hitzeentwicklung und ungesunde Rauchentwicklung sind oft das Problem bei den „Grills to go“. Außerdem kommt das umweltschädliche Material hinzu, aus welchem die kleinen Grills gefertigt sind. Einweggrills bestehen aus einer Aluminiumschale, befüllt mit Holzkohle, bedeckt mit einem chemischen Anzünder und darüber ein Metallrost. Die Herstellung von diesen Grills kostet viel Energie. Und der Müll, der übrig bleibt, wird kaum recycelt.

Doch wenn Sie unterwegs nicht auf das Grillerlebnis verzichten wollen, dann sind tragbare Minigrills die Lösung für Sie. Mittlerweile gibt es die tragbaren Campinggrills in allen möglichen Formen, Farben und Befeuerungsarten. Ob Kugelgrill, Holzkohlegrill, Gasgrill oder Klappgrill - es gibt jeden Grilltyp auch im Miniformat. Wir haben die besten Grills in der Kategorie Minigrills für Sie ausgesucht und hoffen Ihnen bei der Suche nach dem perfekten Campinggrill behilflich sein zu können.
Auch bezüglich der Preisspanne unterscheiden sich die Picknickgrills in unserer Vorstellungsrunde deutlich. Der mit 319 Euro teuerste Campinggrill ist der Travel Q Gasgrill von Napoleon. Dieses Modell ist gemacht, um selbst im Outback eine echte Outdoorküche zu errichten: Mit zwei Edelstahlbrennern und Jetfire Zündsystem hat der Travel Q ordentlich Power unterm Deckel. Aber auch unsere anderen Modelle sind bestens für das Reisen geeignet - besonders wenn Sie einen Holzkohlegrill und platzsparende Modelle bevorzugen. Wir werden deshalb im Folgenden den Smokey Joe Holzkohlegrill genauer unter die Lupe nehmen. Viel Spaß beim Lesen!


Mini-Kugelgrill Smokey Joe von Weber im Test

Wir testen das Modell Smokey Joe in der Farbe blau-grau. Vorbereitung und Aufbau des Smokey Joe sind denkbar einfach. Der Smokey Joe wird vollmontiert geliefert. Im Lieferumfang sind ein Grillrost, ein Tragebügel und der passende Deckel enthalten.
Zusätzlich gibt es noch einiges an Zubehör wie Anzündkamine, Grillbesteck, Grillbürsten und eine Transporttasche zu kaufen. Mit dieser lässt sich der kleine Holzkohlengrill leicht überall hin mitnehmen.
So kann es losgehen zu unserem ersten Testlauf: Picknick-Barbecue im Park.


Der Aufbau des Minigrills


Nach wenigen Minuten ist der kleine, stylische Grill einsatzbereit. Wir haben den Grill auf einen festen Untergrund gestellt, um den Rasen im Park nicht zu beschädigen. Mit seinen Bügelfüßen steht der Grill bombenfest.
Danach haben wir den unteren Rost mit Grillbriketts gefüllt und mit herkömmlichem Grillanzünder angeschürt. Die Kohle zog dank der Lüftungsschlitze recht zügig durch. Nach etwa 15 Minuten hatte der Smokey Joe bei komplett geschlossen und voll geöffneter Lüftung eine Temperatur von 200 °C erreicht.


Der Minigrill in Betrieb

Nachdem die Briketts durchgeglüht waren konnten wir loslegen. Auf dem Menü standen Schweinenackensteaks mit Maiskolben.
Über der direkten Hitze grillten wir die Steaks, in der kühleren indirekten Zone die Maiskolben. Alles klappte wunderbar – einziger Kritikpunkt: die Temperaturkontrolle erfordert Genauigkeit. Die seitlich angebrachte Lüftungsöffnung ist sehr empfindlich. Ist sie mehr als halb geschlossen, drohen die Kohlen auszugehen. Dies könnte daran liegen, dass die Luft nicht wie bei Weber Grills typisch von unten an die Kohlen kommt, sondern von der Seite. Stundenlanges Grillen ist somit nicht drin, die Grillhitze ist aber vollkommen ausreichend für ein Picknick von 1,5 Stunden.


Auch die Möglichkeit des indirekten Grillens bietet eine Verlängerung der Grillzeit. Mit einem geschlossenen Picknickgrill ist es nicht nur möglich direkt zu grillen. Ist der Grill fest verschlossen, kann indirekt gegrillt werden. Der Grill funktioniert dann ähnlich wie ein Backofen. Das Fleisch wird dadurch schneller gar und bleibt gleichzeitig saftiger.



Abbau und Reinigung


Genauso schnell, wie der Grill aufgebaut ist, so schnell lässt er sich auch wieder einpacken und verstauen. Dafür muss man nur die Kohle entsorgen und Grill und Rost ein wenig abkühlen lassen. Wenn man den Grill verschließt und in der Tasche transportiert, kann die Asche auch im Grill behalten werden und zuhause ordnungsgemäß entsorgt werden, ohne dass die Umwelt belastet oder einen Flächenbrand riskiert wird.


Fazit zum Smokey Joe


Der Minigrill Smokey Joe ist ein typischer Weber Kugelgrill, der durchaus mit seinen großen Brüdern mithalten kann.
Einzig die Schwäche in der Luftzufuhr bremst den Picknickgrill in direkter Konkurrenz mit großen Grills vorzeitig aus. Jedoch muss bedacht werden, dass der mini Grill für keine Langzeit-Barbecue-Sessions, sondern für den Einsatz im Park oder im Urlaub konzipiert ist und hier einen guten Job macht! Die Grillfläche reicht für Fleisch für 4 Personen aus und ist damit vollkommen ausreichend. Auch der Deckel ist besonders nützlich, falls es mal sehr windig sein sollte oder die Temperatur länger gehalten werden soll. Außerdem ist der Smokey Joe kompakt zu verstauen, leicht zu transportieren und hat ein geringes Gewicht. Ein besonders nützliches Gadget ist der Tragebügel, der den alles zum mühelosen Transport sichert oder ihn seitlich als praktischen Windschutz hält.


Weitere Minigrills:

Neben dem Smokey Joe Minigrill haben wir noch einige andere Minigrills ausgewählt, unter denen bestimmt der passende für Sie dabei ist!


Holzkohlegrill Lotusgrill

Lotus-Grills gibt es in vielen knalligen Farben und überzeugen vor allem mit ihrem einzigartigen Prinzip. Denn diese besitzen einen eingebauten, batteriebetriebenen Lüfter, welcher die Kohle im integrierten Kohlekorb stetig mit Frischluft versorgt. So ist der Grill bereits nach ca. 5 Minuten einsatzbereit. Außerdem wird austretendes Fett in einer Innenschale aufgefangen, sodass die Rauchentwicklung minimiert wird.
Der Grill eignet sich somit bestens für den Einsatz auf dem Balkon (geringe Rauchentwicklung), aber auch beim Campen oder anderen Reiseaktivitäten ist der Minigrill ein praktischer Begleiter.

Klappgrill Weber Go Anywhere

Der Go-Anywhere ist einer der Top-Bestseller im Bereich Minigrills und ist sowohl als Gas- wie auch als Holzkohlegrill erhältlich. Durch seine Form ist er äußerst handlich und lässt sich fast überall mitnehmen. Der Grill ist – wie man es von dem etablierten Grillhersteller kennt - sehr hochwertig verarbeitet und bietet einen sicheren festen Stand. Nachteilig ist allerdings, dass er keine seitlichen Haltegriffe hat, was den Transport im heißen Zustand erschwert.


Minigrill Weber Q1200


Durch sein Format und sein Gewicht ist der Q1200ein optimaler Urlaubs- oder Ausflugsbegleiter. Auch die Möglichkeit einer Gaskartuschennutzung ist sehr praktisch auf Reisen. Hier muss jedoch zusätzlich ein Grill Umrüstset erstanden werden.
Gehäuse und Deckel des Q1200 sind aus Aluguss, das bedeutet hervorragende thermische Eigenschaften. Mit der großen Grillfläche bietet der Q1200 ausreichend Platz, um sechs Steaks gleichzeitig zu grillen. Zusätzlichen Platz verschaffen zwei Seitentische, auf denen sich Grillzubehör oder die Zutaten verteilen lassen. Alles in allem sehr zufriedenstellend – wenn man BBQ mit Gas mag!


Minigrill Weber Q1400

Der Q1400 ist der einzige Elektrogrill in unserer Testrunde und gehört mit 269 Euro zu den teureren Geräten. Voraussetzung für die Nutzung des Grills ist es also, dass in nächster Nähe eine Stromquelle vorhanden sein muss - was unterwegs meist nicht der Fall ist. Beim Grillen auf dem Campingplatz oder auch bei Mitführung von eines Stromaggregats stellt aber auch dies kein Problem mehr dar. Was die eigentliche Nutzung des Geräts betrifft, beglückt der Q1300 jeden Grillfreund auf Knopfdruck und bietet Platz für Grillgut für 4-5 Personen. Auch die Bedienung und Reinigung ist kinderleicht. Durch einen Selbstreinigungsmechanismus müssen nur Rost und Außengehäuse gereinigt werden, welche durch ihre komfortable Größe problemlos und die Geschirrspülmaschine passen.

Minigrill Napoleon Travel Q


Der Napoleon Travel Q Gasgrill bringt alles mit, was zum Grillen benötigt wird, weist aber dennoch handliche Maße auf. Da es sich bei diesem Grill nichtsdestotrotz um einen robusten, massiven Gasgrill handelt, bringt dieser stolze 13 kg auf die Waage. Für Rucksacktouren ist der Travel Q also eher weniger geeignet. Der Napoleon Travel Q ist eher ein tragbares Luxusmodell im Bereich Gasgrills. Neben hochwertigen Materialien, glänzt der Minigrill mit Besonderheiten wie einem eingebauten Thermometer und Grillrosten aus echtem Gusseisen. Alles in allem: Perfekt für den Grilljunkie im „Glamping“-Urlaub – weniger empfehlenswert für den Minimalisten auf einer Survivaltour.


Worauf achten beim Kauf von Picknickgrills?

Das Material & Gewicht

Ein wichtiger Qualitätsfaktor, den es beim Kauf eines Minigrills zu beachten gilt, ist das Material, aus dem er gefertigt ist. Neben der Langlebigkeit, sind auch die Hitzebeständigkeit, das Gewicht und die Reinigung entscheidende Kriterien.
Der Grill sollte nicht zu viel wiegen.
Stabiler, leicht zu reinigender Aluminiumguss ist daher die richtige Wahl. Wenn man jedoch einen Grill fürs Leben sucht, ist emaillierter Stahl oder Gusseisen eine der besten Optionen, wenn das Material rostfrei gehalten wird. Es zählt jedoch auch zu den schwersten Materialien und eignet sich deshalb nur bedingt für tragbare Grills. Edelstahl und Aluminium sind leichter, aber weniger haltbar. Leider sind die langlebigsten Materialien auch die schwersten. Wir empfehlen daher ein Modell aus Aluminiumguss oder Edelstahl mit einem Grillrost aus Gusseisen.


Die Mobilität

Ein Minigrill sollte natürlich zuallererst klein und kompakt sein! In unserer Auswahl bestechen vor allem der Lotusgrill und der Go-Anywhere durch eine praktische Größe. Ein weiteres wichtiges Auswahlkriterium ist die Größe der Grillfläche. Sind Sie häufig allein auf Reisen oder eher mit Freunden oder Familie? Diese Frage sollte man sich stellen, bevor man sich für einen Minigrill entscheidet. Neben ausreichender Grillfläche sollte hier auch auf das Gewicht und Zubehör wie praktische Transporttaschen geachtet werden. Ein Picknickgrill sollte nämlich vor allem gut zu transportieren sein. Dazu gehört auch, dass nicht viel Schnickschnack notwendig sein muss, um den Grill einsatzbereit zu machen. Die Gaskartusche und die Holzkohle muss dabei mitberücksichtigt werden. Gibt es ein Möglichkeit den Brennstoff praktisch zu verstauen? Holzkohlen können einfach innerhalb des Holzkohlegrills transportiert werden, sofern er verschließbar ist. Bei einem Elektrogrill wird unterwegs ein Stromaggregat benötigt, wenn keine Steckdose in der Nähe ist. Damit schneidet dieser Tischgrill -auch aufgrund seiner vergleichsweise großen Maßen und hohem Gewicht- in puncto Mobilität am schlechtesten ab.


Die Bedienbarkeit

Eine einfache Handhabung rangiert auch hoch auf der Liste, denn Minigrills sollten vor allem schnell und einfach zu entzünden sein. Dabei sind Gas- und Elektrogrills ganz klar auf den vorderen Plätzen, das sie quasi auf Knopfdruck startklar sind. Ein Holzkohlegrilll ist jedoch relativ simpel in der Handhabung - wenig technische Möglichkeiten vereinfachen auch die Bedienung des Grills.
Genauso schnell wie Minigrills angefeuert werden, sollten sie auch abzubauen und zu verstauen sein, beispielsweise wenn ein Gewitter droht. Dazu gehört auch eine leichte und schnelle Reinigung der Bestandteile. Aus diesem Grund ist hier besonders der Tischgrill Q1400 hervorzuheben. Dieser verfügt über einen Selbstreiningungsmechanismus, durch den die Reinigung quasi "wie von selbst" vonstatten geht.


Die Qualität

Was Sie außerdem beim Kauf eines Minigrills beachten sollten: Qualität! Diese erkennen Sie vor allem an der Verarbeitung der Materialien und Kleinteile wie Schrauben und Scharniere. Bevorzugen Sie Scharniere und Schrauben, die aus rostfreiem Edelstahl gefertigt sind, und achten Sie auf stabile Beine und Tragegriffe, die nicht wackeln und stabil wirken. Des Weiteren sind Grillroste mit Emaille- und Porzellanbeschichtungen zu empfehlen, um die Haltbarkeit zu verlängern.
Campinggrills werden oftmals feucht. Wir empfehlen, den Grill nach Gebrauch stets zu trocknen. Nichts ruiniert einen Grill schneller als rostverursachende Feuchtigkeit, die sich mit Fett und Asche vermischt. Grills mit Deckel und Emaillebeschichtung beugen dem vor.


4 Tipps fürs Grillen unterwegs

1. Kohlen clever verstauen! Am einfachsten ist es, den Grill anzündfertig mitzunehmen. Packen Sie also vor dem Ausflug den Grillanzünder und die Kohle schon in den Grill. Achten Sie darauf, dass der Grill fest verschlossen ist.

2. Cool down! Lassen Sie den Grill nach Gebrauch vollständig abkühlen. Nutzen Sie dafür den Deckel, um die Kohlen zu "ersticken". So riskieren Sie keinen Waldbrand und können die Asche gleich im Grill behalten und einfach zu Hause entsorgen.

3. Gute Planung ist die halbe Miete! Wenn Sie das Fleisch zuhause bereits zurecht geschnitten, sowie mariniert und eingelegt haben, könne Sie praktisch sofort loslegen und das Fleisch direkt auf den heißen Grill werfen. Gleiches gilt für die Vorbereitung von Salat und Brot.

4. Passendes Grillgut: Fleisch und Gemüse mit langen Garzeiten ist für Minigrills eher weniger geeignet. Pulled Pork, dass bekannterweise über 12 Stunden auf dem Grill garen muss, eignet sich daher eher weniger. Putensteaks, Bratwürste oder Stockbrot mit kurzen Garzeiten, sind sich hingegen ideal für Camping und Ausflüge.


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