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Robinienholz

Wer glaubt, Holzgartenmöbel sind nur aus tropischen Holz beständig, der irrt. Denn auch die heimische Robinie beweist absolute Wetterbeständigkeit und hervorragende Eigenschaften für den Einsatz auf der Terrasse. Was Robinienholz sonst noch alles ausmacht, lesen Sie im Folgenden.


Materialeigenschaften der Robinie

In frischem Zustand erscheint das Holz gelb-oliv bis hellbraun. Setzt man das Holz Lichteinflüssen aus, dunkelt es ins Gold-Braune, leicht Rötliche nach. So bilden sich schöne Schattierungen und Farbnuancen heraus. Das Holz ist durch feine Streifen und Strukturen durchzogen, mit meist unregelmäßigen Verlauf der Fasern. Dadurch wird jedes Möbelstück zu einem unverwechselbaren Unikat.

Durch ihren hohen Anteil an Gerbstoffen wird eine natürliche, aber zuverlässige Resistenz gegen Schädlinge wie Insekten und Pilze erzeugt. Diesen wird kaum Nahrungsgrundlage gegeben; das sorgt für eine insektizide Wirkung und verlängert die Haltbarkeit. Die Robinie ist die einzige Holzart Europas der Resistenzklasse 1 bis 2 und zählt somit als witterungsbeständigstes Holz Europas. Besonders attraktiv ist sie hiermit für den Gartenmöbelbereich. Allen voran, wenn besondere Qualität, Langlebigkeit sowie eine schöne Optik gewünscht wird.

Die Robinie glänzt auch mit einem ganz besonderen ökologischen Pluspunkt. Sie zählt zu den schnell nachwachsenden Ressourcen und wächst in europäischen Wäldern. Die Transportwege fallen demnach deutlich kürzer aus, als bei exotischeren Hölzern. Da sie in ihren Materialeigenschaften dem tropischen Teak- und Akazienholz ähnelt, können durch vermehrten Einsatz der Robinie die schon bedrohten Regenwälder etwas geschont werden. Tatsächlich kann hochwertiges Robinienholz als echte Alternative für viele Tropenhölzer gesehen werden.

Robinienholz = Akazienholz?

Im Volksmund wird die Robinie als „falsche Akazie“ bezeichnet. Allerdings hat die in Europa und Nordamerika heimische Robinie mit der echten Akazie nur wenig Gemeinsamkeiten. Beide Arten ähneln sich lediglich in der gefiederten Form ihrer Blätter und Dornen. Ihre Blüten hingegen unterscheiden sich sehr und auch das Holz. Biologisch zählt die Akazie zu den Mimosengewächsen, die hier heimische Robinie zu den Schmetterlingsblütlern.

Verwendung und Einsatz des Robinienholzes

Gartenmöbel aus Holz sind ohne Frage zeitlose Klassiker. Aber nicht jede Holzart ist so gut gegen äußere Einflüsse gewappnet wie die Robinie – deshalb ist sie prädestiniert für den Einsatz im Garten oder auf der Terrasse.


Da das Holz sehr hart, aber gleichzeitig elastisch bleibt, zeigt es im Kontakt mit Feuchtigkeit und Witterung nur wenig Verformung. Ein wichtiges Argument, welches zudem für diese Holzart spricht, ist dass es auch ohne chemische Behandlung im Outdoorbereich lange stabil bleibt. Aufgrund dessen wird die Robinie auch oft beim Anfertigen von Kinderspielplätzen, oder für den Bau von Schiffen verwendet. Die umfangreichen Einsatzmöglichkeiten sind auf die außergewöhnlichen Eigenschaften des Holzes zurückzuführen.

Durch ihre ästhetische Maserung überzeugen Möbelstücke aus Robinienholz als sehr schöne Eyecatcher im Garten, die Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlen.
In Kombination mit Metall wird sie zu einem echten Biergarten-Klassiker genauso aber auch, ganz besonders schön im Landhausstil.

Dieses einzigartige Holz bietet beste Voraussetzungen für die unterschiedlichsten Gestaltungsideen im gesamten Gartenbereich. Die natürliche Erscheinung sorgt dafür, dass sich Möbel wunderbar in die Natur des Gartens, Balkons oder der Terrasse einfügen.


Pflege von Gartenmöbeln aus Robinienholz

Durch die natürliche Widerstandsfähigkeit ist nicht viel Pflege erforderlich. Allerdings kann durch ein wenig Zuwendung, die Langlebigkeit noch einmal verbessert werden. Das Holz wird durch ein paar einfache Pflegetipps noch besser zur Geltung kommen, wodurch die Möbel noch länger Freude bereiten können. Trotz Verwendung im Freien, ist nicht unbedingt ein besonderer Schutz oder Imprägnierung gegen Witterung notwendig. Doch wenn das Robinienholz länger der Sonne und dem Regen ausgesetzt ist, bildet sich meist eine silberfarbene Patina. Die Qualität wird dadurch nicht beeinflusst, es ist eine rein optische Veränderung. Aber schon mit kleinem Zeitaufwand pro Saison, lässt sich das Ergrauen vermeiden. Wie Sie Holzmöbel am besten pflegen, können Sie auch in unserer Anleitung im Magazinartikel "Teak pflegen" nachlesen.

Wie sollten Möbel aus Robinie gepflegt und gereinigt werden?

Für leichte Verschmutzungen reichen Wasser und eine Bürste aus. Für stärkere Verschmutzungen und leichten Grauschleier kann etwas Lauge aus Naturseife Abhilfe schaffen. Diese tragen Sie mit einem Schwamm auf die Möbel auf. Nach kurzer Einwirkzeit kann die Seife mit klarem Wasser abgewaschen werden.

Nach vollständigem Trocknen ist es möglich das Holz weiter mit Öl zu pflegen. Durch diesen Vorgang, bleibt die schöne, satte Farbe des Holzes erhalten. In unserem Holzpflegemittel-Sortiment führen wir diverse Produkte, die perfekt auf die Bedürfnisse des Robinienholzes abgestimmt sind. Wir beraten Sie hierzu sehr gerne.

Falls sich über den Sommer entstandene Flecken auf dem Holz nicht entfernen lassen, kann man mit etwas Stahlwolle oder feinem Schleifpapier die Oberfläche anrauen. Durch die Dichte und Festigkeit der Robinie ist das keine besondere Herausforderung. Es ist wichtig sich bei seinen Bewegungen an der Maserung des Holzes zu orientieren. Je nach gewünschter Glätte wählen sie die Stärke ihres Schleifmaterials aus. Da es leicht zu Reaktionen mit Metallen kommen kann, ist zu beachten, dass keine Partikel in den Poren des Holzes zurückbleiben.



Besitzen auch Sie Gartenmöbel aus Robinienholz? Welche Erfahrungen haben Sie mit dem heimischen Outdoor-Material gemacht? Wir freuen uns über Ihre Kommentare!

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