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Auch wenn er noch so klein ist - genau wie bei jedem anderen Garten gilt auch für das Anlegen eines Vorgartens: je sorgfältiger die Planung, desto besser das Ergebnis. Gerade der Vorgarten muss, außer hübsch auszusehen, vor allem auch vielen praktischen Anforderungen gerecht werden. Er soll genügend Fläche für Mülltonnen, Fahrräder und Stellplatz bieten und gleichzeitig das ganze Jahr über einladend wirken. Damit dabei die Harmonie nicht verloren geht, stellen wir hier die wichtigsten Punkte zum Thema Vorgarten gestalten und planen vor.


Die Planungsphase

Messen, skizzieren, planen

Bevor Sie im Vorgarten aktiv Hand anlegen können, werden Stift, Papier und Lineal zu Ihren neuen Wegbegleitern werden. Schnappen Sie sich ein Maßband und halten Sie alle wichtigen Eckpunkte des neuen Vorgartens maßstabsgetreu auf einem Millimeter- oder Kästchenpapier fest. Keine Angst - dafür müssen Sie kein professioneller Architekt sein. Es ist vollkommen ausreichend, Hauswände, Grundstücksgrenzen und alle anderen relevanten Abschnitte mit Umrissen zu skizzieren. Wenn Sie mit einem Maßstab von 1:50 arbeiten, ist es besonders leicht. Falls bereits ein Vorgarten vorhanden ist und einige Elemente oder Pflanzen erhalten bleiben sollen, markieren Sie diese am besten gleich im Plan. Achten Sie außerdem auf gesetzliche Vorgaben Ihrer Gemeinde und sprechen Sie sich falls notwendig auch gleich mit Ihren Nachbarn ab, wenn Sie den Grundriss für Ihren Vorgarten festlegen.


Träumen Sie groß: Die Wunschliste

Nach der eher sachlichen Bestandsaufnahme können Sie nun Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Legen Sie eine Art Wunschliste an und notieren Sie alles, was Sie in Ihrem Traumvorgarten nicht vermissen möchten. Hier dürfen Sie ruhig 'groß' planen und sollten sich um die Realisierbarkeit erst einmal keine Gedanken machen. Carport, Sitzgelegenheiten, Hausbaum oder Wasserspiele gewünscht? Im Vornherein sollten Sie keine Ihrer Vorstellungen aufgeben. Sind alle wichtigen Elemente auf der Wunschliste festgehalten, können Sie diese nach ihrer Wichtigkeit sortieren. So halten Sie sich alle Möglichkeiten offen und finden auch in vielen Fällen Kompromisslösungen.

©pixabay.com

Planung bis in Detail

Versuchen Sie nun, die Punkte auf der Liste nach und nach in den davor erstellten Grundplan zu integrieren. Am Besten scannen Sie diesen, um verschiedene Szenarien durchzuprobieren. Sie können aber auch Transparentpapier über den Originalplan legen und so verschiedene Alternativen austesten. So wird schnell klar, was machbar ist und was nicht und die Vorgartengestaltung gelingt ganz spielerisch. Die folgende Checkliste umfasst die wichtigsten Punkte, die Sie beachten müssen:

  • Für das Anlegen von Wegen sollten Sie eine Breite von mindestens 1-2 Metern einplanen – so kann man bequem zu zweit nebeneinander laufen. Sollten Sie eine Treppe benötigen, ist eine Stufenhöhe zwischen zwölf und fünfzehn Zentimetern ideal. Arbeiten Sie am besten mit einem rutschfesten und pflegeleichten Bodenbelag. Je nach Stil, den Sie bei der Vorgartengestaltung einschlagen möchten, können auch Granitpflaster oder Kies Materialien für Ihre Wegeführung sein.
  • Planen Sie für den Eingangsbereich eine größere Fläche, also eine Art Vorplatz ein. Eine Überdachung oder eine andere Form vom Regenschutz ist hier in jedem Fall zu empfehlen
  • Kalkulieren Sie mit genügend Platz für Stellplatz, Mülltonnen, Fahrräder oder andere Funktionalitäten, die Ihr Vorgarten erfüllen muss. Planen Sie gegebenenfalls auch einen Unterstand oder eine Überdachung ein. Gerade für das Abstellen von Fahrrädern ist das sinnvoll
  • Beim Erstellen Ihres Entwurfes sollten Sie bereits Lage, Bodenbeschaffenheit und Lichtverhältnisse im zukünftigen Vorgarten berücksichtigen.
  • Denken Sie auch an ausreichend Beleuchtung von Weg und Eingangsbereich. Umweltschonend sind dabei Solarlampen oder Leuchten, die über einen Bewegungsmelder gesteuert werden
  • Falls Ihr Haus an einer dicht befahrenen Straße oder in einer Reihenhaussiedlung liegt, könnten eine Abgrenzung oder eine Art Sichtschutz sinnvoll sein. Hohe Mauern bieten zwar viel Privatsphäre, wirken aber oft kühl und weniger einladend und dürfen nicht selten nur mit Genehmigung errichtet werden. Mit niedrigen Mauerstücken können Sie Ihrem Vorgarten auf schöne Art und Weise Struktur verleihen – vor allem, wenn sie diese noch bepflanzen. Schön ist auch eine Schnitt- oder frei wachsende, immergrüne Hecke. Natürlich können Sie auch mit klassischen Zäunen aus Holz, Draht oder Metall arbeiten

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Tipps, wie Sie Ihren Vorgarten gestalten können

Vorgärten sollte vor allem eines tun – gefallen. Deshalb sollten Sie bei der Gestaltung hauptsächlich darauf achten, Pflanzen, Deko-Objekte und Farbkonzepte zu wählen, die Sie mögen. Selbstverständlich gibt es jedoch ein paar grundlegende Punkte, die Sie bei der Vorgartengestaltung beachten können. So gibt es etwa Pflanzen, die besser für den Vorgarten geeignet sind als andere. Auch die Lichtverhältnisse und die Größe des Bereichs spielen bei der Pflanzenauswahl eine große Rolle. Einen ausführlichen Artikel zum Thema geeignete Pflanzen für den Vorgarten erscheint nächste Woche. Hier stellen wir Ihnen Storchschnabel, Clematis & Co. vor und zeigen Ihnen, auf welche Sträucher und Stauden Sie bei Ihrer Vorgartengestaltung keinesfalls verzichten sollten.

Auch ein paar generelle Tipps können wir geben. Steht Ihnen nur relativ wenig Fläche für Ihre Gartenplanung zu Verfügung, sollte die Begrenzung des Vorgartens möglichst transparent gehalten werden – auf diese Weise wirkt dieser nicht noch zusätzlich kleiner. Arbeiten Sie in diesem Fall also mit niedrigen Mauern oder einer Bepflanzung aus Hecken. Falls möglich, können Sie Ihren Vorgarten auch optisch vergrößern, indem Sie das Gartentor leicht versetzt zur Haustür anbringen. Der so künstlich verlängerte Weg suggeriert Ihren Besuchern mehr Platz.

Sie mögen Gemüse? Dann legen Sie doch Beete oder - wenn weniger Platz vorhanden ist - ein Hochbeet an. Diese eignen sich übrigens auch gut für Blumen aller Art. Zu einer tollen Gartengestaltung können auch Gartenhäuser gehören, die nicht nur Stauraum bieten, sondern durch ihre gegensätzliche Höhe die Gärten optisch auflockern.

Damit Farbkonzept und Materialwahl von Haus und Vorgarten einheitlich sind, empfehlen wir, diese aufeinander abzustimmen. Besonders Baustoffe wie Granit oder Beton können Sie einfach auch für den Vorgarten verwenden, zum Beispiel für eine kleine Mauer, einen Zaun oder eine Beeteinfassung. Ebenso lassen sich vor allem Pflanzen ganz einfach dazu nutzen, ein harmonisches Farbbild zu schaffen. Greifen Sie einfach die Details auf, die Sie gerne hervorheben möchten: Blau lackierte Fensterläden harmonieren beispielsweise wunderbar mit den schönen Blüten von Rittersporn (Delphinium) oder Blauregen (Wisteria). Ist die Hauswand aus Backstein oder anderem Ziegelmauerwerk gefertigt, können rote Blüten, wie Geranien, Rosen, Tulpen oder Mohn die Rottöne des Hauses intensiver wirken lassen. Den Charme eines alten Bauern- oder Fachwerkhauses greifen sie am Besten durch natürliche Materialien wie Holz oder Naturstein, Wildblumen und verspielten Elementen wie Gartenmöbeln im Landhausstil, auf. Wenn genug Platz vorhanden ist, eignet sich auch ein Baum im Vorgarten. Welche Gehölze dabei am besten passen hängt ganz von der Lage ab.
Ist Ihr Haus eher modern und minimalistisch designt, sollte auch der Vorgarten möglichst reduziert gestaltet werden. Wenig Schnickschnack und ein paar auffällige grüne Flächen oder Farbakzente sind ideal. Schön sehen aber auch schlichte Pflanzkübel aus, gerade auf ganzheitlich gepflasterten Flächen.

Sie fühlen sich immer noch etwas ideenlos oder brauchen bei der Fülle an Möglichkeiten noch etwas Inspiration? Nächste Woche stellen wir zehn kreative Gestaltungsideen vor, die Ihnen sicher bei der Vorgartengestaltung helfen. Jetzt heißt es nur noch Stift und Papier zücken und loslegen!


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