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So finden Sie den Baum fürs Leben

Der perfekte Hausbaum

Kerstin Siebentritt
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03.10.2018
|
8 Min Lesezeit
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Kerstin Siebentritt
03.10.2018
|
8 Min Lesezeit

Für Sie gehört zu einem Haus auch ein Garten? Dann darf ein Baum darin nicht fehlen. Wie Sie Ihren perfekten Hausbaum finden und worauf Sie dabei achten sollen, erfahren Sie in diesem Magazinartikel.

Was ist ein Hausbaum?

Hinter einem Hausbaum steht eine lange Tradition und deutlich mehr Symbolkraft, als Sie vielleicht vermuten. Denn ein Hausbaum steht für die Urkraft des Lebens, das so dem Haus und Grundstück besondere Energie verleihen soll. Früher war es gang und gäbe, einen Hausbaum zu pflanzen. Kein Wunder also, dass auf zahlreichen alten Gemälden neben einem Haus auch ein Baum abgebildet ist – und viele Kinder noch heute instinktiv auf ihre Bilder von einem Haus mit Garten auch einen Baum malen.

Diese Hausbäume wurden meist zu besonderen Anlässen, etwa zur Hochzeit oder zur Geburt des Kindes, gepflanzt. Dabei war auch wichtig, welcher Baum gepflanzt wurde, weil unterschiedlichen Baumarten verschiedene Charaktereigenschaften nachgesagt werden. So stehen etwa Linden für Gastfreundschaft und Güte, Kirschen gelten als Glückssymbol und Kiefern stellen Liebe und Treue dar. Grundsätzlich stehen aber alle Hausbäume für Schutz und Geborgenheit. Mit der Verwurzelung des Baumes soll auch die eigene Verwurzelung mit der Heimat stärker werden.

Warum überhaupt ein Hausbaum?

Neben all der Symbolik hat ein Hausbaum selbstverständlich auch noch andere Qualitäten. Allen voran spendet er Schatten, was ihn zum idealen Sitzplatz macht oder weshalb er sich auch in der Nähe von Beeten eignet.

Auch Platz zum Spielen findet sich unter dem Schatten eines Baumes oder indem Sie – bei größeren Exemplaren – eine Schaukel daran binden. Auch ein Baumhaus lässt sich super in den Hausbaum integrieren und macht den Baum so zum Mittelpunkt des Gartens.

Außerdem sind Bäume essenziell für die Luftqualität, da sie Sauerstoff erzeugen. Durch die grüne Farbe der Blätter können wir in ihrer Nähe hervorragend entspannen. Indem Sie Vögeln erlauben, dort ein Nest zu bauen oder an dem Baum einen Nistkasten anbringen, holen Sie zudem Leben in den Garten. So können Sie nicht nur während des gesamten Jahres die kleinen Piepmätze beobachten, sondern tun auch Ihrem Garten und der Umwelt etwas Gutes.

Hausbaum Kind Hausbaum Kind

Welcher Baum als Hausbaum?

Ihr Hausbaum muss in erster Linie zu Ihrem Haus und Ihrer Familie passen. Wichtig ist es, dass Sie bei der Wahl des Baums genügend Platz einkalkulieren, um ihn viele Jahre wachsen zu lassen. Außerdem sollte die Wuchsrichtung des Baums zu Ihrem Haus passen. Damit ist gemeint, dass es Säulenformen, Kugelbäume, Hängebäume und Hochstämmchen gibt, die unterschiedlich anmuten und deshalb auch für verschiedene Baustile und Grundstücksgrößen mehr oder weniger gut geeignet sind.

Hausbaum Hausbaum

Säulenformen

Wie der Name bereits erahnen lässt, wachsen diese Bäume säulenförmig nach oben. Sie gelten als besonders schlank, können im Laufe der Jahre auch eine kegel- oder eiförmige Anmutung annehmen. Das hängt ganz vom jeweiligen Standort ab. Säulenformen sind besonders dann zu empfehlen, wenn Sie wenig Platz für den Hausbaum zur Verfügung haben. Aber auch an großen Flächen bietet sich ein Säulenbaum als Akzent hervorragend an.

Verbreitete Säulenformen sind die Pyramideneiche, der Säulenahorn oder die Schmale Säulenhainbuche. Diese Exemplare tragen die Form bereits mit in ihrem Namen, was sie besonders gut von ihren herkömmlichen Artgenossen unterscheidbar macht.

Wir möchten Ihnen eine Säulenform empfehlen, wenn Ihr Haus sehr modern und schlicht wirkt. Durch diese Wuchsform greifen Sie die modernen Elemente des Hauses auf und unterstreichen sie.

Hausbaum Hausbaum

Kugelformen

Wie der Name der Baumform bereits suggeriert, sind Kugelbäume durch eine füllige, runde Krone charakterisiert. Winterlinde, Kugelahorn, Kugeltrompetenbaum, Kugelakazie oder Kugelginkgo sind nur wenige Beispiele für diese recht klassische Baumform.

Ein Kugelbaum kommt besonders zur Geltung, wenn Sie um den Baum ausreichend Platz lassen, damit sich dieser frei entfalten kann. So wird er auch als größer und präsenter wahrgenommen und wird optisch schnell zum Highlight des Gartens.

Diese Form ist besonders bei Häusern aus Naturelementen wie Holz stimmig. Aber auch bei moderneren Gebäuden, die nicht zwingend auf Geradlinigkeit im Garten setzen möchten, sind Kugelformen ideal.

Hängebäume

Ähnlich einer Weide hängen auch Hänge- oder Trauerbäume mit ihrer Krone nach unten. Sie sind also automatisch ein Hingucker. Sie sollten bei der Anschaffung jedoch bedenken, dass die Kaskadenbäume, wie diese Wuchsform auch genannt wird, Einzelgänger sind und viel Platz benötigen. Viele Exemplare von Hängebäumen sind nicht so ausladend wie ihre Verwandten mit aufrechtem Wuchs. Deshalb eignen sich viele Exemplare auch gut für kleinere Gärten oder den Vorgarten.

Hängemaulbeere, Hängezierbirne, Schirmulme und Trauerweide sind vielen ein Begriff. Letztere bevorzugt sowohl einen feuchten Stand (etwa in der Nähe eines Gartenteichs) als auch ausreichend Platz.

Hausbaum Hausbaum

Hochstämmchen

Hochstämmchen oder auch Zierstämmchen bestechen durch ihren hohen Stamm und eine meist runde Baumkrone. Durch ihre geringe Wuchshöhe sind sie ideal für kleine Gärten und bringen durch ihre Vielfalt Abwechslung auf Ihre Grünfläche.

Während Babyblutpflaume zartrosa blüht, ist der Gelbbunte Kriechspindel ganzjährig grün (im Winter meist rötlich). Auch Mandelröschen, Rosenbäumchen oder Zwergflieder sind ein echter Hingucker für Ihren Außenbereich.

Baumarten und deren Bedeutung

Da wir Ihnen eingangs bereits erläutert haben, dass zahlreiche Hausbäume eine tiefere Symbolik haben, möchten wir Ihnen hier einige bekannte Bäume und deren Bedeutung aufzählen.

- Apfel: Liebe und Zuneigung
- Ahorn: Eigenwilligkeit
- Akazie: Beständigkeit und Zuneigung
- Birke: Jugend und Glück
- Buche: Glück
- Eibe: Schutz und Hoffnung
- Eiche: Beständigkeit
- Esche: Vertrauen und Ehrgeiz
- Gingko: Natur und Langlebigkeit
- Haselnuss: Fruchtbarkeit und Glück
- Kastanie: Freundschaft
- Kiefer: Liebe und Treue
- Kirsche: Glück und Reinheit
- Linde: Friede und Heimat
- Walnuss: Fruchtbarkeit
- Weide: Hoffnung

Hausbaum Hausbaum

Der perfekte Standort für einen Hausbaum

Bevor Sie Ihren Wunschbaum pflanzen können, müssen Sie einen geeigneten Standort wählen. Es ist wichtig, dass Sie den Baum im ausreichenden Abstand zu Ihren Nachbarn pflanzen. Bedenken Sie, dass der Baum im Laufe der Zeit weiterwächst und sich somit auch flächenmäßig ausbreitet. Je nach Bundesland gibt es genaue rechtliche Vorschriften, wie weit Bäume oder Sträucher vom Nachbargrundstück entfernt gepflanzt werden dürfen. Gehen Sie auf Nummer sicher und geben Sie zu dem geforderten Maß gern 70-100 Zentimeter zu.

Achtung!
Vergewissern Sie sich, dass im Umkreis keine Leitungen oder Rohre verlegt sind. Die Wurzeln könnten diese sonst beschädigen.

Je nach Boden und Lichtverhältnissen sollten Sie bedenken, dass verschiedene Bäume unterschiedliche Voraussetzungen haben. Während manche Exemplare einen trockenen, sonnigen Platz bevorzugen, ist für andere vielleicht eine halbschattige Lage ideal.

Lassen Sie sich hierbei am besten von Ihrem örtlichen Gärtner oder Gartenbauer beraten. Dieser kann Ihnen nicht nur sagen, welche Exemplare sich wo am wohlsten fühlen, sondern auch das Pflanzen des Baums übernehmen. Besonders bei größerem Exemplaren mit Wurzelballen kann das ansonsten eine ziemliche Herausforderung sein.

Hausbaum Hausbaum

Wann den Hausbaum pflanzen?

Traditionell geschieht das Pflanzen des Hausbaums meist kurz nach einem großen, freudigen Ereignis, etwa einer Hochzeit oder Geburt. Theoretisch bietet sich für das Pflanzen des Baums aber der Herbst als Jahreszeit hervorragend an. Der Boden ist nicht mehr so trocken wie im Sommer und die Wurzeln haben ausreichend Zeit, sich bis zum nächsten Sommer auszustrecken und gut im Boden zu verankern. So hat der Baum die höchsten Chancen, das erste Jahr zu überstehen und so lange zu überdauern.

Wie Sie Ihren Hausbaum pflanzen

Hausbaum Hausbaum

Nachdem Sie das junge Bäumchen bei Ihrem Gärtner gekauft und den idealen Standort gewählt haben, sollten Sie den Wurzelballen über Nacht in einem Eimer mit Wasser stehen lassen, sodass sich die Wurzeln und die Erde mit Flüssigkeit vollsaugen können.

Heben Sie ein Pflanzloch aus, das etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen des Baumes ist. Das funktioniert am besten mit einem Spaten. Welche Exemplare wozu am besten geeignet sind, können Sie in unserem Magazinartikel „Gartenwerkzeuge-Lexikon“ nachlesen.
Lockern Sie den übrigen Boden gut auf und geben Sie etwas Kompost hinzu. Stellen Sie dann den Baum in die Mitte der Grube und füllen Sie das Erdloch auf. Treten Sie die Erde leicht fest und gießen Sie den Baum großzügig.

Indem Sie den Baum mit einem Strick an einem daneben angebrachten Holzpfahl befestigen, stellen Sie sicher, dass der Baum stabil steht. Denken Sie daran, den Baum die ersten drei Jahren ausreichend zu bewässern, da erst danach die Wurzeln tief genug ausgebildet sind, damit der Baum sich selbstständig mit Flüssigkeit versorgen kann.

So machen Sie den Hausbaum zum Lebensmittelpunkt


Dass Ihr Baum wächst und gedeiht, sorgt sicher nicht nur bei Ihnen, sondern beim gesamten Haushalt für große Freude. Damit der Hausbaum zum Mittelpunkt des Gartens wird, können Sie darunter eine Baumbank oder eine Sitzgruppe platzieren. Damit machen Sie ihn zum wichtigen Dreh- und Angelpunkt und können ihn noch mehr genießen.

Achten Sie darauf, eine Baumbank im ausreichenden Abstand zum Baum anzubringen, damit dieser möglichst uneingeschränkt wachsen kann. Durch regelmäßiges Zurechtschneiden des Baums geben Sie ihm eine bestimmte Wuchsrichtung vor. Baumbänke eignen sich allgemein besser für kugelförmige Bäume, können aber auch bei anderen Wuchsrichtungen verwendet werden.


Indem Sie bei großen Bäumen Spielmöglichkeiten für Ihre Kleinen daran anbringen, etwa ein Baumhaus, einen Sandkasten im Schatten des Baums oder eine Schaukel, sorgen Sie dafür, dass auch Ihr Nachwuchs den Baum als Teil seines Zuhauses wahrnimmt.

Für welchen Hausbaum haben Sie sich entschieden? Sind Sie zufrieden mit Ihrer Wahl? Wie schaffen Sie es, dass Ihr Baum Teil Ihres Lebens und Ihres Zuhauses ist? Wir sind gespannt auf Ihre Tipps und freuen uns über Ihren Kommentar.


Kerstin Siebentritt
verfasst von Kerstin Siebentritt

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