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Der große Outdoor-Sitzsack-Test

Sitzsäcke werden auch im Garten immer beliebter! Grund genug also, drei Modelle der bekanntesten (Outdoor-)Sitzsack-Hersteller einmal genauer unter die Lupe zu nehmen! Zunächst blicken wir in einem Fact Sheet auf die unterschiedlichen Eigenschaften und vergleichen die Modelle dann hinsichtlich der Kriterien „Design und Farbvielfalt“, „Qualität und Verarbeitung“, „Pflege“, „Wetterfestigkeit“ und „Komfort".

Hard Facts – Preis, Maße und Gewicht

Die hier getesteten Modelle sind allesamt Outdoor-Sitzsäcke. Der günstigste ist vom norddeutschen Hersteller OUTBAG, gefolgt von SittingBull aus Westfalen und dem Kölner Sitzsackproduzenten vetsak.


Vetsak schickt im Test das teuerste und mit 110 cm Durchmesser gleichzeitig größte Modell ins Rennen. Das kleinste und leichteste ist der SittingBull, der sich preislich jedoch im Mittelfeld befindet. Das günstigste Modell ist der Donut von OUTBAG.

Der kompakte Tube von SittingBull ist schön leicht und lässt sich gut bewegen. Auch OUTBAG ist trotz seiner größeren Maße noch gut zu bewegen. Mit einem Volumen von ca. 600 Litern ist der vetsak recht schwer und lässt sich demnach nicht so ohne Weiteres auf der Terrasse hin- und herbewegen.

OUTBAG SittingBull vetsak
Name Donut Tube Free Medium
UVP 199,00 € 299,00 € 389,90 €
Maße Durchmesser 90 cm, Höhe 75 cm 85 x 80 cm, Höhe 80 cm Durchmesser 110 cm, Höhe 70 cm
Füllmaterial Styroporgranulat Styroporperlen und feine Schaumstoffflocken Schaumstoffflocken aus 65% Polyester und 35% Baumwolle
Stoffbezug „Plus“: 100% Polyester und PU-Beschichtung 88% Polyester und 12% Polyethylen (Stoffdichte 300 gr/m²) „Free“: 100% Acryl (Sunbrella®)
Farbe im Test Beige Sea Green Beige
Farbauswahl (in getesteter Stoffqualität) 8 Farben 13 Farben 2 Farben
Volumen ca. 500 Liter 380 Liter 600 Liter
Gewicht 10 kg 8 kg 19 kg
Bezug abnehmbar nein nein ja
Bezug waschbar nein wegen PU-Beschichtung nein, Bezug nur feucht abwischbar ja, maschinenwaschbar bei 40°C Grad
Bezug wasserabweisend ja, wasserdicht durch PU-Beschichtung ja ja
Nachfüllbar ja ja ja
Lichtechtheit Lichtechtheit 4-5
(„gut“)
Lichtechtheit 7 („vorzüglich“) Lichtechtheit 8 („hervorragend“)
Besonderheiten
  • made in Germany
  • zertifiziert nach der europäischen Schadstoffnorm Reach
made in Europe (Füllung made in Germany) made in Germany
Garantie 5 Jahre 2 Jahre 5 Jahre


Design und Farbvielfalt

Wir haben uns für den Test für vergleichbare Modelle in gedeckten Farben entschieden.

Die Farb- und Formauswahl ist bei den Herstellern jedoch unterschiedlich groß. Die geringste Farbauswahl hält vetsak bereit. Lediglich die Farben „Beige“ und „Grey“ sind erhältlich. OUTBAG hat eine größere Farbvarianz und zudem eine größere Stoffauswahl für Draußen (darunter auch Stoffe mit höherem Baumwollanteil und in Lederoptik). In der Stoffqualität Plus sind jedoch „nur“ 7 Farben erhältlich. Wer es richtig farbenfroh mag, ist daher bei SittingBull am besten aufgehoben. Hier findet man nicht nur knallige und satte Farben, sondern auch pastellige Töne.


SittingBull bietet demnach die größte Farbauswahl. Generell gefällt uns (und den meisten Kollegen im Unternehmen) auch das Design des Sitzsack Tube - trotz seiner vergleichsweise geringen Größe - unter allen drei Kontrahenten am besten. Unser Sieger in der Kategorie Design und Vielfalt ist daher: SittingBull.

Qualität und Verarbeitung

Alle drei Hersteller im Test lassen den gesamten Sitzsack oder zumindest einen großen Anteil (SittingBull) direkt in Deutschland – teilweise noch in echter Handarbeit – fertigen. Im Gegensatz zu anderen No-Name-Herstellern auf dem Markt, stechen diese durch ständige Qualitätskontrollen als hochqualitative Markenhersteller hervor.

Bezugstoff

Die Stoffbezüge der drei Sitzsäcke unterscheiden sich ebenso wie das Füllmaterial, das verwendet wird, voneinander.
Alle drei Bezüge sind mindestens wasserabweisend. Der Bezug des Testmodells von OUTBAG besteht aus 100% Polyester, das an der Innenseite zudem mit PU beschichtet ist. Letzteres sorgt dafür, dass der Stoff „Plus“ wasserdicht wird. Sitting Bull setzt auf ein Mischgewebe aus 88% Polyester und 12% Polyethylen, das zudem antibakteriell sein soll. Vetsak verwendet in der Outdoor-Kollektion „Free“ das bekannte Outdoortextil Sunbrella, das aus 100% Acrylfasern besteht. Der vetsak ist zudem unten mit Gummi beschichtet, was ihn beim Bewegen auf hartem Steinboden etwas robuster als die anderen beiden macht.

Alle drei Testkandidaten zeigen auch hinsichtlich der Lichtechtheit, dass sie UV-beständig und somit für den Einsatz im Freien absolut geeignet sind.

Füllmaterial

Auch das Füllmaterial unterscheidet sich bei den Herstellern.

So verwendet OUTBAG recyceltes Styroporgranulat, also geschreddertes Styropor aus dem Handel, das zum Beispiel zuvor als Transportschutz verwendet wurde. Sie werden gereinigt und entstaubt, um eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten. Daher hat der OUTBAG Sitzsack sofort nach dem Auspacken die richtigen Größe, die anderen müssen sich erst „aufplustern“.

SittingBull setzt bei seiner Füllung auf eine Mischung aus EPS-Perlen und feinen weißen Schaumflocken und nennt das Ganze „viscoelastisches ERGO-FILL“. Vetsak verzichtet ganz auf den Einsatz von Styropor und befüllt seine Sitzsäcke mit Schaumstoffflocken aus 65% Polyester und 35% Baumwolle nach OEKO-TEXT-100 Standard.

Bei OUTBAG und SittingBull befindet sich ein eingenähter Sack mit der Füllung. Dieser lässt sich mit einem Reißverschluss öffnen und bei Bedarf nachfüllen. Das vetsak-Modell verfügt über einen abziehbaren Bezug, der über den eigentlichen Sitzsack, der die Füllung enthält, gezogen wird. Anders als bei OUTBAG und SittingBull (hier gibt es eine Art "Tasche") kommt einem hier die Füllung direkt entgegen.


Vor allem bei der Befüllung mit Styropor kann es durch die Belastung zum Verlust von Volumen kommen. Wie schnell dieser einsetzt hängt stark von der Nutzung ab. Wir konnten keinen Langzeittest machen, aber Sitzsackbesitzer berichten, dass es nach ca. 1-2 Jahren zu einem Nachlassen des ursprünglichen Volumens kommen kann. Alle drei Sitzsäcke sind jedoch nachfüllbar, so dass sich das ursprüngliche Volumen wiederherstellen lässt und der Sitzsack weiterhin nutzbar ist. Immerhin geben auch OUTBAG und vetsak auf ihre Sitzsäcke bis zu 5 Jahre Garantie!

Pflege

Auch die Reinigungs- und Pflegeigenschaften eines Sitzsacks, der Draußen steht, sind nicht zu vernachlässigen. Die Bezüge bei OUTBAG und SittingBull sind nicht waschbar. Flecken müssen also mit Wasser, einer Seifenlauge und einer Bürste vor Ort herausgerieben werden. Bei OUTBAG dringt durch die PU-Beschichtung keien Feuchtigkeit ins Innere ein. Für eine Tiefenreinigung, wie sie im Objektbereich vielleicht gewünscht ist, empfiehlt OUTBAG ein spezielles Desinfektionsmittel und eine spezielle Schutzhülle, um grobe Verschmutzungen im Vorhinein zu verhindern. Den Bezug von vetsak hingegen lässt sich abnehmen und sogar bei 40°C in Waschmaschine waschen.


Wetterfestigkeit

Alle drei Bezüge sind mindestens wasserabweisend, nur der von OUTBAG ist in der Tat durch die PU-Beschichtung auch wasserfest. Sowohl bei SittingBull als als auch bei OUTBAG ist zudem ein Loch in der Mitte, um die Feuchtigkeit ablaufen zu lassen. Es bilden sich so keine Wasseransammlungen auf dem Material. Vetsak hat keinen Ablauf, setzt für seine Outdoormodelle aber auf den Outdoor-Stoff Sunbrella, der wasserabweisend ist.

Die Nähte sind bei OUTBAG so konzipiert, dass das Wasser direkt abläuft. In den Kedernähten der Konkurrenz hingegen kann sich Wasser ansammeln und läuft weniger schnell ab.

Man merkt, dass sich OUTBAG auf outdoorgeeignete Sitzsäcke spezialisiert hat, da hier in den Details die Wetterfestigkeit eine große Rolle bei Konzeption zu spielen scheint. Spezielle Nähte, die das Wasser ablaufen lassen, die Beschichtung von Innen und der große Ablauf in der Mitte des Donuts machen den Vertreter von OUTBAG zu einem äußerst wetterfesten Testkandidaten und damit in der Kategorie Wetterfestigkeit zum Sieger.

Komfort

Der Sitzkomfort ist ein sehr subjektives Empfinden und daher nur schwer zu testen. Um zumindest eine Tendenz zu erhalten, haben wir daher mehrere Mitarbeiter gebeten auf allen drei Sitzsäcken Platz zu nehmen. Dabei haben wir fünf Kolleginnen und fünf Kollegen mit unterschiedlichen Körpergrößen, Alter und Gewicht ausgewählt, die Säcke auf ihren Komfort hin zu testen. 3 Punkte bekam der persönliche Komfortmeister, 2 Punkte der Zweitplatzierte und 1 Punkt der am wenigsten bequeme der drei Modelle.

Geschmäcker sind verschieden, das haben wir auch bei unserem kleinen Sitzsack-Komfort-Test im Team von Garten-und-Freizeit.de gemerkt. Was dem einen viel zu weich, ist dem anderen genau richtig. Was der andere als zu hart empfindet, ist der ideale Sitzkomfort für den anderen. Dennoch hat den kleinen Komfort-Test vetsak mit 23 Punkten klar gewonnen, gefolgt von SittingBull mit 19 Punkten und knapp dahinter OUTBAG mit 18 Punkten.

Die meisten haben sich zwar für den Kölner Sitzsackhersteller entschieden, es gab aber durchaus ein gemischtes Feld. Die Säcke sind unterschiedlich groß und weich, so wurde auch der Komfort unterschiedlich bewertet Dies war aber komischerweise nicht zwingend von Gewicht oder Körpergröße abhängig. So wurde jeder Sack mindestens einmal als Komfortsieger bewertet.

So wurde der angenehm-weiche Sitzkomfort vom vetsak-Modell von den meisten sehr gelobt. Der bessere Ein- und Ausstieg wurde aufgrund der Festigkeit von allen bei OUTBAG und SittingBull positiv bewertet. Trotz der Kuscheligkeit des vetsak-Modells wurde der mühsame Ausstieg von vielen Probesitzern kritisiert. Wer also weniger mobil oder schon etwas älter ist, sollte lieber auf ein festeres Modell, wie die von OUTBAG oder SittingBull setzen. Positiv beim SittingBull wurde die Stütze im Rücken und die generelle Formfestigkeit erwähnt. Der OUTBAG wurde positiv erwähnt, da er bezüglich der Kompaktheit zwischen SittingBull und vetsak liegt, aber eben größer als der SittingBull ist.

Aufgrund der unterschiedliche Befüllung finden sich alle drei unterschiedlich schnell wieder in ihre Ausgangform zurück. Dabei hat vetsak die Nase vorn und geht relativ schnell wieder in die ursprüngliche Form zurück. Auch SittingBull "regeniert" sich recht schnell, nur der OUTBAG bleibt relativ stabil in seiner Form (im Video OUTBAG - Sitting Bull - vetsak).

Allgemein kann man also festhalten: Wer einen festeren Sitzsack bevorzugt, der ist bei OUTBAG und SittingBull genau richtig. Wer es lieber kuschelig-weich mag, sollte eher auf ein Modell von vetsak zurückgreifen.

Gesamtergebnis und Fazit

Alle drei Sitzsack-Vertreter lieferten sich ein wahrlich knappes Rennen. Den Gesamtsieg konnte letztlich das Modell Free Medium von vetsak mit 22 von 25 möglichen Punkten erreichen. Knapp dahinter mit 21,5 Punkten sichert sich OUTBAG mit dem Modell Donut den zweiten Platz. SittingBull hat mit seinem Tube (21 von 25 Punkten) den dritten Platz erreicht.

Das enge Feld zeigt, dass alle drei Hersteller ähnlich hochwertige Sitzsackmodelle für Draußen bieten. Hierbei taten sich die Hersteller in unterschiedlichen Disziplinen hervor, ohne dabei in einer Kategorie besonders schlecht abzuschneiden.

Vetsak konnte vor allem in puncto Pflegeeigenschaften (waschbarer Bezug!) und Komfort überzeugen. OUTBAG hingegen brillierte mit einer außergewöhnlich hohen Wetterfestigkeit. SittingBull hatte nach unserem Empfinden das attraktivste Design und überzeugte ansonsten auch mit einer Vielzahl an Designs und einer sehr großen Farbpalette.



Haben auch Sie einen Sitzsack für Draußen? Was sind Ihre Erfahrungen - absoluter Lieblingsplatz oder überflüssiges Gartenmöbel?

Und noch ein kleiner Tipp: Entdecken Sie auch unsere neuen Outdoor-Sitzsäcke der Marke "Fatboy".

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