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Worauf muss ich beim Kauf eines Strandkorbes achten?

Strandkorb im Test

Kerstin Siebentritt
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30.08.2017
|
7 Min Lesezeit
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Kerstin Siebentritt
30.08.2017
|
7 Min Lesezeit

Mit einem Strandkorb sind Sie bestens für Wind und Wetter gerüstet und holen sich maritimes Flair in Ihren Garten. Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, sollten Sie sich darüber im Klaren werden, welche Form für Sie infrage kommt und welche Materialien Sie auf jeden Fall wählen sollten.

Strandkorb im Test

Mit einem Strandkorb sind Sie bestens für Wind und Wetter gerüstet. Zugleich holen Strandkörbe maritimes Flair in Ihren Garten. Kaum verwunderlich, dass das Kult-Möbelstück in immer mehr deutschen Haushalten Einzug hält – und das auch im süddeutschen Raum. Doch bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, sollten Sie sich darüber im Klaren werden, welche Form für Sie infrage kommt und welche Materialien Sie auf jeden Fall wählen sollten.

Woher kommt der Strandkorb?

Dass die geflochtenen, korbartigen Sitzgelegenheiten aus dem Norden Deutschlands, genauer gesagt aus der Nord- und Ostseeregion stammen, ist vielen bekannt. Wie und durch wen der Strandkorb erfunden wurde, ist jedoch umstritten.
Die verbreitetste Theorie ist, dass der erste Strandkorb durch den kaiserlichen Hofkorbmachermeister Wilhelm Bartelmann in Rostock entstand. Seine rheumageplagte Kundin Elfriede von Maltzahn soll bei ihm die Konstruktion eines windgeschützten Korbstuhls in Auftrag gegeben haben. Heraus kam dabei der erste Strandkorb, damals noch ein Einsitzer, der im Juni 1882 das erste Mal an einem Strand aufgestellt wurde.
Das Modell sorgte für so große Begeisterung, dass bald auch Zweisitzer und Körbe in individuellen Größen und Formen entstanden. Da Wilhelm Bartelmann seinen Strandstuhl allerdings nicht patentieren ließ, wurde er letztlich von anderen Handwerkern ebenfalls nachgebaut und so weiterentwickelt. Nach und nach entstanden so Nord- und Ostseekörbe.

Was sind Nord- und Ostseekörbe?

Je nach Region gibt es unterschiedliche Strandkorbmodelle. Während die Ostseeform weich und geschwungen wirkt, ist die Nordsee eher gerade und schlicht. Diese Unterschiede bemerkt man vorwiegend an den Armlehnen und am Kopfteil des Strandkorbs. Als klassischen Ostseekorb möchten wir Ihnen daher unseren Strandkorb Greenline von deVries vorstellen.

Strandkorb Unterschied von Nord-und Ostseekorb Strandkorb Unterschied von Nord-und Ostseekorb

Die klassische Unterscheidung von Nordseekorb und Ostseekorb gibt es heutzutage kaum noch, da die Formen immer mehr ineinander übergehen.

Wussten Sie, dass es Strandkörbe nicht nur in Deutschland gibt? Inzwischen sind sie rund um die Welt verbreitet, allerdings hauptsächlich in Besitz von Privatleuten. Im großen Stil finden Sie die Körbe nach wie vor an Nord- und Ostsee und an manchen Stränden in den Niederlanden.

Was Sie bei der Wahl Ihres Strandkorbs testen sollten

Material des Strandkorbs im Test

Unterschätzen Sie nicht das passende Material für Ihren Strandkorb. Nur wenn Sie hier die richtigen Entscheidungen treffen, erhalten Sie ein langlebiges Modell, das Jahre später noch neuwertig aussieht.
Das Gestell des Strandkorbs sollte aus witterungsbeständigem Holz gefertigt sein. So hält das Gestell sämtlichen Wetterbedingungen stand und ist robust und stabil. Akazie und Pinienholz werden beispielsweise häufig beim Bau von Strandkörben oft verwendet.

Die Beschläge sind bei günstigeren Modellen häufig aus Aluminium oder Edelstahl. Bedenken Sie, dass Aluminium zwar leicht, aber nicht sehr widerstandsfähig ist und sich schnell verbiegen kann. Edelstahl kann unter bestimmten Bedingungen, zum Beispiel an der Küste oder in Poolnähe, rosten. Lesen Sie hierzu in unserem Artikel „Rostet Edelstahl?“ mehr.
Es empfiehlt sich daher, Beschläge aus verzinktem Stahl zu wählen. Dieser ist durch die Ummantelung vor Wettereinflüssen und Stahl geschützt und äußerst stabil.

Das Geflecht besteht aus Polyrattan, einem Kunststoff, der für den Outdoorbereich geeignet ist und in Handarbeit auf den Strandkorb gewebt wird. Polyrattan ist UV-beständig und dadurch farbecht. Das Material behält lange seine Beschaffenheit und ist äußerst pflegeleicht. Zur Reinigung genügt es, mit einem feuchten Lappen über das Geflecht zu wischen. Bei stärkeren Verschmutzungen empfehlen wir Ihnen eine leichte Seifenlauge.
Dabei gibt es das Geflecht in verschiedensten Farbtönen. Sehr verbreitet sind helles Braun, wie bei unserem Modell Seashell oder dunkleres Braun. Ein moderner und zeitloser Look ist graues Geflecht. Solches wird bei vielen Strandkörben der Marke 4Seasons verwendet.

Das Polster sollte bequem sein und aus UV-beständigem Stoff gewebt werden. Hier empfehlen sich oft Kunststofffasern, da sie im Außenbereich länger standhalten. Dennoch sollten Sie das Polster bei starkem Regen abnehmen, diese drinnen aufbewahren und eine Schutzhülle über den Strandkorb legen

Strandkorb im Sand Strandkorb im Sand

Ausstattung des Strandkorbs im Test

Strandkörbe sind mit 80-400 Kilogramm Gewicht echte Schwergewichte. Es empfiehlt sich daher, einen Strandkorb, wenn er einmal richtig platziert wurde, nicht mehr zu verschieben. Damit Sie den Strandkorb aber überhaupt von einem Ort zum anderen schaffen können, sollten Sie darauf achten, dass im Korb Tragegriffe eingearbeitet sind. So können Sie das Möbelstück leichter verrücken. Manche Modelle haben auch Rollen oder Gleiter eingebaut, die den Transport erleichtern.
Unterschätzen Sie nicht die Funktionalität des Strandkorbs. Während günstige Standardmodelle oft nur als Sitzgelegenheit gedacht sind, lässt sich bei höherwertigeren Modellen die Rückenlehne verstellen. Fußhocker machen den Strandkorb zu einem bequemen Möbelstück, in dem Sie entspannen können.
Testen Sie bei Ihrem Strandkorb, ob in der Lehne Ihres Strandkorbs eine Rückholfeder verbaut ist. Nur so klappt das Verstellen der Position problemlos und ohne Kraftaufwand.

Viele Strandkörbe haben flache Taschen für Zeitschriften oder ähnliches in der Seite eingearbeitet. Wenn Sie Stauraum in Ihrem Strandkorb wünschen, sollten Sie auch darauf achten. Zusätzliche Kissen machen den Strandkorb zur Wohlfühloase.

Der Untergrund für Ihren Strandkorb Der Untergrund für Ihren Strandkorb

Der Untergrund für Ihren Strandkorb im Test

Klassischerweise stehen Strandkörbe am Strand. Es scheint also naheliegend, ihn mit einer kleinen Sandfläche zu unterbauen. Das mag vielleicht schön aussehen, ist oft aber unpraktisch. Katzen verrichten gern ihr Geschäft im Sand. Außerdem kann sich hier Unkraut ausbreiten. Aus dem kleinen Privatstrand wird also schnell ein Alptraum.
Ebenfalls abraten möchten wir Ihnen davon, den Strandkorb auf Fliesen oder Pflaster zu platzieren. Hier entsteht bei viel Regen Staunässe, die nicht abfließen kann und an den Beinen des Strandkorbs für Stockflecken sorgt. Im schlimmsten Fall kann das Holz nach langer Zeit sogar so stark beschädigt sein, dass es morsch wird.
Mehr Sinn macht es, den Strandkorb ins Grüne auf den Rasen zu stellen. Hier kann Wasser problemlos ablaufen. Wenn Sie dennoch auf Ihren kleinen Strand nicht verzichten möchten, empfehlen wir Ihnen Kies um den Strandkorb anzuhäufen. Direkt unter den Strandkorb sollten Sie aber Vlies auslegen, damit der Korb nicht verkratzt und der Strandkorb möglichst lang ihr Lieblingsplatz im Garten bleibt.

Wohin mit dem Strandkorb im Winter?

Am besten für den Strandkorb ist es, wenn Sie ihn an einen Ort mit wenig Temperaturschwankungen unterbringen, an dem er trockensteht. Oft eignen sich hierfür Garage oder Keller.
Da ein Strandkorb viel wiegt und auch einiges an Platz benötigt, ist diese Möglichkeit oft schwierig umzusetzen. Wenn Sie Ihren Strandkorb nicht unterstellen können, sollten Sie auf eine Schutzhülle zurückgreifen. Befreien Sie ihn zunächst vor Staub und Schmutz, indem sie ihn feucht abwischen. Nehmen Sie die Polsterung ab und lagern Sie diese an einem trockenen, geschützten Ort ein. Hierbei ist wichtig, dass keine Nagetiere an die Polster kommen, da diese das Material beschädigen können. Außerdem sollte das Polster möglichst trocken gelagert werden, damit sich keine Stockflecken oder Schimmel bilden können.
Achten Sie darauf, dass die von Ihnen gewählte Schutzhülle Lüftungsöffnungen hat, um einen Feuchtigkeitsaustausch zu ermöglichen. Das Material sollte flexibel und belastbar sein und auf die Maße Ihres Strandkorbs zugeschnitten sein.
Ideal ist es, wenn Sie Ihren Strandkorb auf Steinen oder ähnlichem platzieren, damit die Luft auch am Boden besser zirkuliert und bei der Schneeschmelze kein Schimmel entsteht.

Was tue ich gegen Stockflecken am Strandkorb?

Stockflecken sind Schimmelflecken, die durch Feuchtigkeit entstanden sind. Häufig findet man sie nur am Polster oder Dachbezug des Strandkorbs. Sind diese dunkel und großflächig, sind die Schimmelsporen schon zu weit vorgedrungen. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle empfehlen, das Polster dann zu tauschen.
Bei kleinen Stellen können Sie das Polster auch mit Essiglösung behandeln. Lassen Sie es nach der Behandlung damit gut austrocknen.

Es können auch Stockflecken am Geflecht des Strandkorbs entstehen. Dann empfehlen wir Ihnen, auf spezielle Polyrattanpflegemittel zurückzugreifen. Diese durchdringen das Gewebe und waschen so die Schimmelsporen aus. Auch hier sollten Sie den Strandkorb gut austrocknen lassen.

Sie sind auf der Suche nach dem perfekten Strandkorb-Look für Ihren Garten? Da haben wir was für Sie ...

Strandkorb im Garten Strandkorb im Garten

Wir hoffen, dass Ihnen unser Strandkorb-Test bei der Wahl Ihres persönlichen Strandkorbs hilft. Sollten sie noch weitere Fragen rund ums Thema Strandkorb haben, freuen wir uns über Ihre Kommentare!


Kerstin Siebentritt
verfasst von Kerstin Siebentritt

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