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Ratgeber
Rund um den Garten
In wenigen Schritten zum eigenen Traumgarten

Einen Garten neu anlegen

Garten & Freizeit Redaktion
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26.01.2019
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8 Min Lesezeit
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Garten & Freizeit Redaktion
26.01.2019
|
8 Min Lesezeit

Damit der eigene Garten zum Erholungsparadies und geliebten Rückzugsort wird, sollten einige Dinge beachtet werden. Wir zeigen Ihnen in diesem Magazinartikel, wie Sie schrittweise einen Garten neu anlegen können und geben hilfreiche Tipps zur Pflege und Gestaltung.

Einen Garten neu anlegen

Wer sich einen Garten neu anlegt, der möchte einen eigenen Garten als Rückzugsort, um dem Alltagstrott zu entfliehen oder nutzt diesen als Platz zur Selbstverwirklichung. Ob großzügige Gartenanlagen mit einer Vielzahl an Pflanzen und Blumen, einer Spielwiese für Kinder mit Schaukel und Sandkasten oder der kleine blühende Vorgarten, Gärten können völlig unterschiedlich beschaffen sein. Manche Aspekte sollten Sie jedoch stets bedenken, wenn Sie Ihren Garten neu anlegen:

Erstellen Sie einen Plan für Ihren Garten

Wie so oft im Leben, gilt auch für das Anlegen eines Gartens: Planung ist die halbe Miete! Egal ob Sie den Garten neu anlegen oder bereits über ein Gartengrundstück verfügen, sicher haben Sie einen Plan Ihres Grundstücks zur Verfügung. Ansonsten müssen die Grundstücksflächen bemessen werden. Bringen Sie diese Maße zu Papier und legen Sie als nächstes fest, wie die Aufteilung Ihres Gartens aussehen soll. Achten Sie dabei auch auf die Himmelsrichtungen: Ein Platz für Garten-Lounges sollte eher in der Sonne als im Schatten liegen. Sind Gartenhaus, Hochbeete oder Kinderspielgeräte gewünscht? Dann positionieren Sie diese Anschaffungen so, dass dennoch möglichst viel Platz vom übrigen Gartenbereich bestehen bleibt.
Pool- oder Teichanlagen sowie eine Freifläche für Möbel, Feuerschale, Grill oder Gartendusche sollten ebenfalls in die Planungen mit einfließen, sofern diese für Sie eine Rolle spielen.

Platz für Inspiration

In der Gestaltungsfrage haben Sie die Qual der Wahl: Bei Grundstücken mit Gefälle oder sogar Hanglage lässt sich ein Terrassenförmiger Aufbau leichter verwirklichen, als bei ebenerdigen. Suchen Sie im Internet oder in Gartenbüchern nach Ideen, die Ihnen für Ihren Garten gefallen. Auch ein oder unauffälliger Blick in die Nachbargärten bringt manchmal den einen oder anderen Einfall. Für wen sich die Budget-Frage nicht stellt, hat auch die Möglichkeit einen Landschaftsgärtner zu beauftragen. Dieser setzt die Ideen auch direkt um und bietet zudem, wie auch bei normalen Gewerken, eine Garantie und Gewährleistung auf die getätigten Arbeiten.

Grobe Erdarbeiten stehen am Anfang

Meist gleicht die Grundstückslandschaft bei Neubauten einer Wüstensteppe. Bei gekauften oder gemieteten älteren Häusern mit Gärten, sind Wiesen oft durch Moos und Unkraut durchsetzt. Es besteht also in jedem Fall Handlungsbedarf. Am günstigsten ist es oft, einen Kleinbauern oder Privatanbieter zu kontaktieren, um die Rasenfläche mittels Kleintraktor komplett neu aufzulockern, zu begradigen und anschließend zu walzen. Alte Rasenflächen werden hierbei abgetragen und können anschließend entsorgt werden. Vergraben sollte das Unkraut allerdings nicht werden, da sich sonst die Wurzeln schnell wieder ihren Weg an die Oberfläche bahnen.

Rasen-Ansaat

Für viele Gartenbesitzer und Eltern eine Rasenfläche zum Spielen und Toben für die Kinder ein absolutes Garten-Muss. In Gartencentern gibt es verschiedenste Gras-Saaten in ganz unterschiedlichen Varianten. Vom Schatten-Rasen für wenig sonnenreiche Gärten (oder für Wiesenflächen hinter dem Haus), Sport- und Spielrasen für Haushalte mit Kindern bis hin zu diversen Reparatur- und Regenrations-Rasensamen-Angeboten.
Wählen Sie die Variante, die für Sie am passendsten scheint, vergleichen Sie Preise und nehmen Sie die Aussaat idealerweise im Frühjahr vor. Hier verfügt der Boden über ein ausgewogenes Nässe-Niveau und es sind sowohl regnerische wie sonnige Tage zu erwarten.

Die Grassamen finden auf einem hart gewalzten Boden keinen Halt und würden vor allen Dingen von Vögeln gefressen. Lockern Sie daher mit einem Rechen das Erdreich oberflächlich auf und schaffen Sie kleine Rillen. Mittels Streuwagen (die in den meisten Baumärkten oder Gartencenter ausgeliehen oder erworben werden können) wird die Saat als nächstes gleichmäßig auf dem Boden ausgebracht. Rächern Sie gleichzeitig das Erdreich mit der ausgebrachten Saat zu, um dieses ein wenig vor Sonne und Vögeln zu verdecken. In den folgenden Tagen sollte die Saat (je nach Witterung) zweimal täglich bewässert werden. Nach rund 7 bis 14 Tagen wird der Rasen sprießen. In dieser Zeit heißt es vor allem für Kinder und Haustiere: Betreten verboten! Wem ein ausgesäter Rasen zu lange dauert, kann natürlich auch auf praktischen Rollrasen zurückgreifen.

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Erste Pflanzen und Bäume setzen

In vielen Bebauungsplänen sind Bäume und Sträucher, die eingesetzt werden dürfen, vorgeschrieben. Sogar die Pflanzorte sind vordefiniert. Dies sollten Sie wissen, bevor so manch ein Baum-Exot im Baumarkt erworben und willkürlich gepflanzt wird. Informieren Sie sich daher zuvor in ihrer Gemeinde, ob und welche Vorgaben es hier gibt.

Es lohnt sich, denn Bäume spenden Schatten, bietet Sichtschutz und sorgen, je nach Variante, auch für die nötigen Vitamine in Form von Äpfeln, Birnen, Kirschen und vieles mehr. Achten Sie darauf, wie groß Ihre Pflanzen und Bäume werden und geben Sie ihnen den nötigen Platz zu wachsen und um sich auszubreiten. So reich die Auswahl in Gartencentern und Baumschulen auch ist, Bananenpflanzen, Palmen und Zitronenbäume tun sich bei -20 Grad Celsius im Winter noch immer schwer in mitteleuropäischen Gefilden - auch wenn so manch verlockendes Etikett etwas anderes verspricht. Wählen Sie daher tatsächlich winterharte Gewächse, an denen Sie lange Freude haben. Veredelte Obstpflanzen wie Pfirsich, Nektarine oder Aprikose lassen sich mittlerweile ebenfalls gut einsetzen, sollten im Januar aber an den Triebstellen behandelt (gespritzt) werden, um Ringelkrankheit, Blattläuse und ähnliches fern zu halten.

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Zäune und Gartendekoration

Die Grundstücksabgrenzung kann offen gestaltet oder mittels Zaun oder Mauer begrenzt werden. Dies ist jedem selbst überlassen. In dicht bebauten Siedlungsräumen ist der Zaun jedoch ein bewährtes Mittel zur Abgrenzung vom Nachbargrundstück. Bei sehr kleinen Gärten kann eine offene Grundstückgrenze jedoch auch optische Breite und Tiefe schaffen. Wägen Sie daher ab und sprechen Sie mit Ihrem Nachbarn über die Möglichkeiten.

Zäune können aus Maschendraht, Holz oder Metall-Konstruktionen bestehen. Als Visitenkarte Ihres Garten- und Grundstücks sollte hier aber nicht an der falschen Stelle gespart werden. Die teuerste aber auch oft hübscheste Lösung sind Natursteinmauern. Diese benötigen ein Betonfundament, können dann aber im modernen, mediterranen oder klassischen Stil errichtet werden.

Passend dazu sind Steinfindlinge in Gärten oft eine hübsche Abwechslung. Beleuchtungslösungen wie Spots setzen Felsen, Mauern, aber auch Sträucher und Skulpturen in ein traumhaftes Licht und schaffen mittels Bewegungsmelder ein wertvolles Stück Sicherheit. Mehr dazu lesen Sie auch in unserem Magazinbeitrag „Beleuchtung im Garten“. Gartenhäuser, Swimmingpool oder Gartenteiche sind weitere Highlights, die im eigenen Garten verwirklicht werden können. Diese größeren Projekte sollten schon bei der Ausgangsplanung aber unbedingt beachtet werden.

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Verbindung zwischen Garten und Wohnraum schaffen

Die Symbiose aus Wohnfläche und Ihrem Gartenparadies sollte möglichst übergangslos passieren. Die erste elementare Verbindung stellt sich meist in Form einer ausgedehnten Terrasse dar. Diese kann beispielsweise aus Pflastersteinen, Holzlatten oder betonierten Natursteinen bestehen. Attraktive Loungemöbel, Gartenmuscheln oder Esstischgarnituren verlagern den Wohnraum ins Freie und verlängern in den Frühlings- und Sommermonaten den Tag so um einige angenehme Stunden.

 

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Der Garten als Ort für die ganze Familie

Für Kinder ist der Garten ein Abenteuerspielplatz, den es zu entdecken gibt. Es lohnt sich also, wenn Sie Ihren Garten neu anlegen, auch dabei schon an die Kleinen zu denken. Sorgen Sie für sicheren Spielspaß, dass Gefahrenquellen vorab beseitigt, Gewässer abgedeckt oder mit einem Zaun umgeben werden können und Zugänge zu befahrenen Straßen geschlossen werden. Mittels verschiedener Gartenspielzeuge wie Fußballtore, Rutschen, Schaukeln oder Sandkasten können für Kinder schnell private Spielplätze geschaffen werden. Diese sollten gut einsehbar sein, um Ihre Kinder im Auge behalten zu können.

Mittels verschiedener Sitzgelegenheiten wie Bänke oder Tisch- & Stuhl-Sets schaffen Sie für sich selbst hingegen Erholungsorte oder sogar Platz zum Arbeiten am Tablet oder Notebook – während Sie Ihre Kleine beim Spielen im Garten im Blick haben. Festgemauerte Grillstationen oder Grillflächen für Holzkohlegrills sorgen für vergnügte Grillabende im Kreise der Familie und einen gelungenen Abschluss eines schönen Sommertags.

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Die Pflege des neuen Gartens

Ist der Garten einmal angelegt und Rasen, Pflanzen, Sträucher und Bäume angewachsen, müssen diese natürlich regelmäßig gepflegt werden. Neben dem Einsatz des Rasenmähers, sorgt ein Vertikutierer für den nötigen Freiraum des Grases. Moose werden entfernt und das Erdreich durchfurcht. Mittels speziellen Nachsaat-Samens können die entstandenen Gras-Lücken aus Vertikutier-Vorgang und Unkrautjäten wieder geschlossen werden.
Stutzen Sie außerdem die Triebe Ihrer Pflanzen im Frühjahr, um die natürliche Kraft der Pflanze auf die tatsächlich wichtigen Ableger zu verteilen.

Der Garten im Winter

Ab Oktober werden die Tage kürzer und merklich kühler. Bäume lassen die Blätter fallen und nicht-winterharte Gewächse sollten spätestens jetzt im Wintergarten oder möglichst fensterreichen Wohnräumen untergebracht werden. Gerade bei neu angelegten Gärten mit vielen jungen Pflanzen sollten Sie auf den richtigen Schutz im Winter achten. Schneiden Sie Kräuter zurück und bedecken Sie diese mit Tannenzweigen oder Reisig. Selbiges gilt für empfindliche Baumarten. In Baumärkten gibt es zudem spezielle Jute-Säcke, die über die Baumkrone kleinerer Bäume gestülpt werden können, um diese so vor Eis und Schnee zu schützen. Auch das Wurzelwerk sollte mit Zweigen oder erworbenen Winterschutz-Materialen bedeckt werden.

Gartenmöbel, Grill, Gartenschlauch und Gartenwerkzeuge sollten in ein Gartenhäuschen oder den Keller geräumt werden. Alternativ schafft auch eine Schutzplane Abhilfe.
Ist alles fertig verstaut, kann der Winter nun kommen, bevor Sie Ihren Garten im nächsten Frühjahr wieder im vollen Maße genießen können!

Haben Sie Ihren Garten kürzlich neu angelegt und finden, wir haben noch was vergessen? Wir freuen uns über Anregungen und Ideen in Ihren Kommentaren!

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verfasst von Garten & Freizeit Redaktion

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