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Grillen mit Kindern

Im Sommer die Zeit draußen genießen: Spielen, toben und lange aufbleiben. Das ist es, was die Jahreszeit auch für Kinder zu etwas so Besonderem macht. Dazu gehört natürlich auch das gemeinsame Grillen mit der ganzen Familie. Worauf Sie achten sollen, damit das Event zum Erfolg wird und Sie es entspannt genießen können, lesen Sie in diesem Artikel.


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Sicher grillen mit Kindern

An oberster Stelle steht für viele Eltern die Sicherheit ihres Nachwuchses. Denn der Grill mit seiner heißen Glut gilt als Gefahrenquelle im Garten – besonders, wenn Kinder herumtoben. Es gibt verschiedene Gründe, weshalb es hier schnell zu Verbrennungen kommen kann. Wir erklären Ihnen daher, welcher Grill für Sie und Ihre Familie am besten geeignet ist und was im Notfall zu tun ist.

Welcher Grill ist sicher?

Grundsätzlich gibt es drei Befeuerungsarten, die das Grillen möglich machen: Elektro, Gas und (Holz-)Kohle. Diese drei Möglichkeiten bringen unterschiedliche Vor- aber auch Nachteile mit sich, vor allem im Bezug auf die Sicherheit beim Grillen. Welche dieser Möglichkeiten Ihnen die liebste ist, müssen Sie ganz individuell für sich selbst entscheiden.

Holzkohlegrill

Die wohl verbreitetste Art zu Grillen ist die mit Holzkohle. Sie gilt als klassische Variante. Die Fans von Holzkohle schwärmen vom rauchigen Aroma des Grillguts. Kein Wunder, dass man diesen Geschmack auch mit den Kindern teilen möchte.
Wenn Sie sich für einen Holzkohlegrill entscheiden, empfehlen wir Ihnen für das Grillen mit Kindern einen Kugelgrill. Hier lässt sich durch das Schließen des Deckels weitestgehend vermieden, dass Funken umherfliegen. Sollten Sie keinen Kugelgrill wollen, bieten sich auch andere Modelle an. Hier sollten Sie jedoch darauf achten, dass die Kohle möglichst unerreichbar für Kinder ist. Schwenkgrills sind hier beispielsweise weniger zu empfehlen. Hier ist es besonders wichtig, dass der Grill einen stabilen Stand hat, um nicht zu kippen und die heißen Kohlen auf dem Rasen zu verschütten.

Gasgrill

Ebenfalls recht beliebt als Befeuerungsart ist Gas. Ideal sind Grills, bei denen die Gasflasche an den Grill montiert oder ins Innere eingeschlossen werden kann. So vermeiden Sie, dass Kinder beim Spielen an den Schläuchen hängen bleiben, stolpern oder diese versehentlich herausziehen. Anders als beim Holzkohlegrill gibt es hier keine fliegenden Funken und keine Glut, an der man sich verletzen könnte.
Zwar gilt der Gasgrill als deutlich sicherer als die Methode mit Holzkohle, dennoch sollten Sie bedenken, dass auch diese Befeuerungsart Hitze erzeugt. Sind auch diese Grills nicht ausreichend isoliert, besteht Verbrennungsgefahr.

Elektrogrill

Der Elektrogrill gilt für viele als ideale Möglichkeit für das Grillen mit Kindern. Er lässt sich schnell auf eine gewisse Temperatur bringen und ist daher eine schnelle und effektive Möglichkeit zu grillen. Der Kostenfaktor bezüglich des Unterhalts (es ist ausschließlich Strom notwendig) und der Komfort sprechen ebenfalls für ein solches Modell.
Außerdem entsteht beim Elektrogrill kein offenes Feuer, an dem sich die Kleinen brennen können. Achten Sie auch hier darauf, dass der Grill ausreichend isoliert ist, damit die Kinder sich am Grillgehäuse nicht verbrennen.
Ein Manko des Elektrogrillens ist hingegen, dass die typische Grillatmosphäre - anders als bei den anderen beiden Alternativen – weniger stark entsteht. Außerdem benötigen Sie eine Steckdose in der Nähe. Versuchen Sie das Kabel nicht zu spannen und möglichst sicher zu verlegen, um Stolperfallen zu vermeiden.


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Worauf Sie sonst noch achten sollten

Sorgen Sie dafür, dass die Grillumgebung sicher gestaltet ist. So sollte das Gerät einen festen Stand haben und schonend angezündet werden. Stellen Sie den Grill idealerweise etwas abseits vom Garten auf, damit Kinder ihm beim Spielen nicht ausweichen müssen oder versehentlich in dessen Nähe stolpern. Alternativ können Sie diesen auch optisch abgrenzen, indem Sie Steine darumlegen oder Kisten darum stellen. Sie sollten Ihre Kinder nicht in unmittelbarer Nähe des Grills spielen lassen.
Ideal ist es, wenn der Grill hoch genug ist, sodass Kinder nicht hineinfassen können. Viele Kinder kommen beim Anblick von warmen Würstchen auf die Idee, sich eines davon vom Rost zu stibitzen. Dabei können Sie sich schnell am Grillrost verbrennen.
Sie sollten den Grill und Ihre Kinder die ganze Zeit über auf keinen Fall unbeaufsichtigt lassen.

Bewahren Sie Feuerzeug und Streichhölzer sowie sonstige sonstige Zündmaterialien außer Reichweite von Kindern auf. So verhindern sie, dass diese unbeaufsichtigt versuchen, den Grill anzuzünden und sich dabei verletzen.

Zahlreiche Modelle von namhaften Grillherstellern besitzen eine spezielle Ummantelung, die dafür sorgt, dass das Gehäuse von außen nicht heiß wird. Achten Sie beim Kauf darauf. Das ist nicht nur für Kinder, sondern auch für die Person, die für das Grillen zuständig ist, deutlich sicherer und angenehmer.

Achtung: Hände weg von flüssigen Grillanzündern. Gießen Sie niemals Brandbeschleuniger in den Grill.


Um auf Nummer sich zu gehen, sollten Sie darauf achten, dass Ihre Kinder keine Kleidung aus Kunstfasern wie etwa Polyester tragen. Fällt nämlich Glut auf das Material, schmilzt dieses und kann schmerzhafte Wunden auf der Haut verursachen.
Greifen Sie stattdessen auf Baumwollstoffe zurück. Damit tun Sie auch der Umwelt etwas Gutes.

Wenn Ihr Kind Sie beim Grillen unterstützen möchte, ist das kein Problem. Sorgen Sie dafür, dass es ebenfalls Grillhandschuhe und eine geeignete Grillschürze aus feuerfesten Materialien trägt. Erklären Sie Ihrem Kind vorab, warum es nicht in den Grill fassen darf.

Umgang mit dem Grill lernen

Vorsorge ist besser als Nachsorge. Das gilt auch beim Grillen. Daher sollten Sie Ihrem Kind vorab genau erklären, wie ein sicherer Umgang mit dem Grill funktioniert. Es nur auf Abstand zu halten, ist in dem Fall nicht richtig. Denn verbotene Dinge sind oft die reizvollsten.

Erklären Sie lieber verständlich, dass ein Grill sehr heiß ist und bestimmte Stellen am Grill nicht angefasst werden dürfen, wenn dieser brennt. Sie sollten Ihrem Kind verbieten, den Grill allein zu entzünden – vor allem dann, wenn kein Erwachsener dabei ist.

Wenn Ihr Kind selbst Erfahrungen am Grill sammeln und Mama oder Papa unterstützen möchte, sollten Sie ihm Grillhandschuhe und eine Schürze geben. Sie können ihm beispielsweise erlauben, einige Teile auf dem Rost zu wenden. Bleiben Sie dabei unbedingt in Reichweite und unterstützen Sie Ihr Kind, falls nötig.
Achten Sie darauf, Ihrem Kind altersgerechte Aufgaben zuzutrauen. Erst wenn Ihr Kind von selbst an den Grill kommt, macht es Sinn, es am Grillen teilhaben zu lassen. Zwingen Sie Ihrem Kind das Grillen nicht auf. Solange es Spaß daran hat, wird es den sicheren Umgang mit dem Grill spielerisch lernen.

Was tun bei Verbrennungen?

Kinderhaut ist wesentlich dünner als die von erwachsenen Menschen. Daher genügt es oft, wenn die Haut nur wenige Sekunden mit der Hitze im Kontakt ist, um schwerwiegende Brandverletzungen zu verursachen. Hitze definiert sich bei Kindern nochmals anders als bei Erwachsenen. Bereits ab 55 Grad Celsius wird die Haut nachhaltig geschädigt. Die Hitze wirkt durch den Aufbau der dünnen Hautschichten oft tief ins Innere und lässt die Verbrennungen nur schwer verheilen.

Wenn trotz all der Vorsorge ein Unfall geschieht, sollten Sie so schnell wie möglich handeln. Fangen die Klamotten Ihres Kindes Feuer, sollten Sie diese sofort löschen. Verwenden Sie eine dicke Decke oder einen Feuerlöscher, um den Brand zu ersticken. Beim Gebrauch von letzterem sollten Sie darauf achten, keineswegs in Richtung der Atemwege des Kindes zu sprühen. Diese können sonst nachhaltig geschädigt werden. Auch ein Eimer Wasser kann helfen, das die Flammen schnellstmöglich zu bändigen. Zur Sicherheit können Sie einen Eimer Wasser bereitstellen – auch zur Linderung von leichten Verbrennungen kann dies sinnvoll sein.

Ziehen Sie eingebrannte Kleidung nicht aus, besonders nicht, wenn diese aus Kunstfasern besteht. Die Kunstfasern verschmelzen mit der Haut und können beim Entfernen auch Haut mit abziehen. Bitten Sie hier Ihren Arzt um Hilfe. Dieser weiß, wie sich die Fasern möglichst schonend entfernen lassen.

Kühlen Sie die Verbrennung mit kühlem, fließenden Wasser (min. 15 Grad Celsius) bis der Schmerz nachlässt. Das kann je nach Verletzung bis zu 20 Minuten dauern.
Verwenden Sie weder Eisspray, noch Eiswürfel oder noch kälteres Wasser. Durch die Kälte wird die betroffene Körperstelle stärker durchblutet, was zu noch stärkeren Schmerzen führt.

Achtung: Auch wenn es zahlreiche Hausmittel wie Butter oder Quark gibt, die bei Brandwunden oft Anwendung finden, sollten Sie die Finger davonlassen. Diese können zu Infektionen führen und noch stärkere Schmerzen bei Ihrem Kind verursachen.


Decken Sie die betroffene Körperstelle mit einem sterilen Tuch ab und fixieren Sie dieses mit einer Mullbinde oder einem Dreieckstuch. Achten Sie darauf, den Verband nicht zu eng zu schnüren. Dies tut dem Kind nicht nur noch mehr weh, sondern schränkt auch die Blutversorgung an den entsprechenden Stellen ein.

Bei schwerwiegenderen Verbrennungen, bei denen mehr als 8% der Hautoberfläche beschädigt sind oder die Verbrennung tiefer reicht, sollten Sie spätestens nach diesem Schritt – gern auch schon während der vorherigen Schritte - den Notarzt rufen. Dieser kann überprüfen, wie schwerwiegend die Verletzungen Ihres Kindes sind und den Grad der Verbrennung einschätzen. So kann die Gefahr der Narbenbildung gemindert werden.

Bei leichteren Brandwunden kann Ihr Kind dennoch Schmerzen haben. Bringen Sie es zu einem Arzt. Dieser wird es kurz untersuchen und eine Salbe oder schmerzstillende Mittel verschreiben, damit die Haut Ihres Kindes schnell verheilt.


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Gesund grillen mit Kindern

Grillen macht nicht nur großen Spaß, es schmeckt Klein und Groß auch richtig gut. Als fettarme Zubereitungsart ist es sogar ziemlich gesund - wenn es richtig gemacht wird und man darauf achtet, was auf den Grill kommt. Das ist umso wichtiger, wenn Kinder mitessen. Wie aber grillt man denn nun gesund für Kinder?

Nicht alles darf auf den Grill!

Kinder mögen Wiener Würstchen, Fleischwurst und Leberkäse. Aber all das gehört nicht auf den Grill! Denn Gepökeltes, und dazu zählen neben den oben genannten Wurstwaren auch die beliebten Krakauer oder die Bockwurst, setzt schädliche Nitrosamine frei. Diese entstehen durch ein Zusammenwirken aus dem im Pökelsalz enthaltenen Nitrit und den Eiweißen im Fleisch bei hohen Temperaturen von über 150°C.

Auch sollten Sie Geräuchertes wie Schinken oder Speck nicht grillen. Denn durch das Räuchern befinden sich bereits Verbrennungsschadstoffe im Fleisch. Durch das Grillen würde der Gehalt noch weiter erhöht werden.

Aber auf Würstchen muss beim Grillen natürlich nicht verzichtet werden, denn es gibt auch geeignete Wurstsorten zum Grillen. Ob grob oder fein, die klassische Thüringer Bratwurst oder die kleinen Nürnberger Rostbratwürstchen Bratwürste können bedenkenlos gegrillt werden! Bei Kindern sind auch Bratwurstschnecken sehr beliebt.

Rauch vermeiden!

Durch Fett, tropfende Marinade oder Fleischsaft, der in die heiße Kohle oder auf den Brenner tropft, wird starker Rauch freigesetzt, der über Steak und Co. zieht. Manch ein Grillfreund freut sich über dieses so typische Raucharoma. Der bläuliche Rauch ist aber nicht ungefährlich, denn in ihm sind eine Vielzahl polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten, die krebserregend sind. Durch Einatmen und Verzehr des Grillguts werden diese Stoffe dann in den Körper aufgenommen.


Um Rauchbildung zu verhindern, sollte daher die Marinade stets sorgfältig abgetupft und eine Aluschale verwendet werden.

Grillschalen aus Alu sind in letzter Zeit in die Kritik geraten. Hintergrund ist die Tatsache, dass wenn Salz oder Säure auf Aluminium trifft, dieses freigesetzt wird und in das Essen übergeht.

Besser also nicht marinieren, wenn man Aluschalen verwendet oder noch besser: auf eine Grillschale aus Edelstahl oder Keramik, die man wiederverwenden kann, zurückgreifen.

Was aber tun, wenn man nur Aluschalen zuhause hat? Grillt man nicht so oft und versucht generell die Aufnahme von Aluminium im Alltag des Kindes zu verringern, z.B. das Schulbrot in Butterbrotpapier statt in Alufolie wickelt, ist die vereinzelte Verwendung von Aluschalen gegenüber den PAK-haltigen Rauch immer noch das kleinere Übel und sollte daher dem Grillen direkt auf dem Rost stets vorgezogen werden.

Bloß nichts anbrennen lassen!

Was eigentlich als selbstverständlich gilt, wird immer noch oft ignoriert: das Fleisch bleibt zu lange auf dem Grillrost oder liegt oft im offenen Feuer. Durch das lange Grillen wird das Gegrillte nicht nur trocken; indem es nämlich direkt in der Flamme steht, brennt es an oder verkohlt gar.

Auch wenn Ihr Kind die knusprigen Stellen so gerne mag – verbrannte Stellen sollten immer großzügig abgeschnitten werden. Denn in den verkohlten Stellen sind heterozyklische aromatische Amine (HAA) enthalten. Diese stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Vollständig verbranntes Grillgut sollte direkt entsorgt werden. Verbranntes ist bei gesundem Grillen nämlich tabu!

Um dies zu verhindern, immer erst die Kohle gut durchglühen lassen und das Fleisch, damit es gut durch ist, bei geschlossenem Deckel indirekt grillen und garen lassen. Auch die Verwendung einer Grillschale hilft hier, da das Grillgut so weiter von der Glut entfernt ist und nicht so schnell anbrennt, sollte doch mal eine Flamme hochschießen.

Weitere Infos zum Thema lesen Sie auch in unserem Magazinartikel Gesund Grillen.

Wissen, was drin ist!

Gerade zur Grillsaison sind die Kühltheken der Supermärkte gut gefüllt mit allerlei Würstchenpackungen und fertig mariniertem Grillfleisch zum kleinen Preis. Bei diesen vermeintlichen Schnäppchen ist oft aber nicht ersichtlich, von welcher Qualität dieses ist. Und nicht selten wird hier minderwertiges Billigfleisch in einer von Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern angereicherten Marinade ertränkt – vom Fleischgeschmack bleibt hier nicht mehr viel übrig.

Insbesondere wenn Kinder mitessen, sollte man auf die Güte des Fleisches achten. Lieber etwas weniger, dafür besser ist die Devise. Am besten direkt vom Metzger, der weiß, was in Wurst und Co. steckt und auch die Herkunft kennt. Zudem ist Magerfleisch nicht nur gesünder, es lässt auch weniger Fett abtropfen, welches zu bedenklichem Rauch führt.

Wenn Sie auf eine Marinade nicht verzichten wollen, ist es oft besser, diese selbst zu machen - mit Ölen und frischen Kräutern. Diese können Sie dann zuvor mit den Kindern selbst zubereiten und Fleisch oder Fisch als Einstimmung auf die Grillparty gemeinsam einlegen. Auch in fertigen Grillsoßen oder Kräuterbutter stecken meist viele Konservierungs- und Farbstoffe und vor allem viel versteckter Zucker – alles das, das ihr Kind nicht zu viel aufnehmen sollte. Nährstoffe sind hingegen hier oft Fehlanzeige. Besser ist es daher auch Soßen selbst zuzubereiten.

Rezept: Ketchup selber machen

Zutaten:

  • 200 g Tomatenmark
  • 200 ml Wasser
  • 20 ml naturtrüber Apfelessig
  • 1 TL Olivenöl
  • 2 Esslöffel Honig (am besten nicht pasteurisiert und direkt vom Imker)
  • ½ Teelöffel Meersalz
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, gerieben
  • 2 Prisen Piment
  • 2 Prisen Nelkenpulver
  • 1/2 TL Chiliflocken (nach Geschmack)

So wird’s gemacht:

Bis auf den Honig alle Zutaten in einen mittelgroßen Kochtopf vermengen und unter Rühren zum Kochen bringen. Den Topf mit einem Deckel abdecken und die Masse bei niedriger Hitze und unter gelegentlichem Umrühren für etwa 20 Minuten köcheln lassen. Gegen Ende den Honig dazugeben. In ein sauberes Glas oder eine saubere Flasche abfüllen.

Es muss nicht immer (nur) Fleisch sein

Klar, Würstchen und Steak sind wahre Grill-Klassiker und daher auch bei Kindern beliebt. Aber es muss nicht immer nur Fleisch sein, denn die Auswahl an leckerem und vor allem gesundem Grillgut ist schließlich riesengroß.

Ihr Kind liebt Fischstäbchen? Vielleicht mag es ja auch gegrillten Fisch. Richtig spannend wird es, wenn es gleich einen ganzen Fisch vom Grill gibt. Worauf es hierbei zu achten gilt, lesen Sie in unserem Artikel „Wie Sie eine Forelle grillen“.
Aber Vorsicht: Achten Sie nach dem Grillen eines ganzen Fisches darauf, dass Sie den Fisch gewissenhaft filetieren und alle Gräten entfernen! So verhindern Sie, dass Kinder sich an den Gräten verschlucken.

Gemüse und Kinder - das geht oft nicht zusammen. Vielleicht kann man durch das Grillen das Kind aber spielerisch an den Geschmack von Paprika und Co. heranführen. Ein kulinarischer Kompromiss sind hier zum Beispiel bunte Spieße, die abwechselnd mit magerem Fleischstückchen oder Wurst und Gemüse bestückt werden. Champignons, Zucchini, Paprika oder Kirschtomaten – erlaubt ist, was schmeckt. So bringt man geschickt etwas Gemüse auf den Teller, da darf es dann auch mal das ein oder andere Würstchen hinterher mehr sein.

Beliebt sind auch in Alufolie gewickelte, gegrillte Kartoffeln, die mit Schmand, saurer Sahne oder Tzatziki ausgelöffelt werden können.

Anstelle eines Obstsalats oder Kuchen als Dessert, wie wäre es mit einer Nachspeise vom Grill? Ananas zum Beispiel eignet sich hierfür hervorragend – da darf dann auch mal eine Kugel Vanille-Eis dabei sein (Rezept: Ananas vom Grill)


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Lagerfeuer mit Kindern

Eine besondere Art um mit Kindern zu grillen, ist das Grillen über dem Lagerfeuer. Die Essenszubereitung steht dabei eigentlich eher im Hintergrund. Ob Stöcke für das Stockbrot schnitzen, Feuerholz sammeln, die Wärme des Feuers genießen oder Geschichten erzählen – ein Lagerfeuer ist weit mehr als Würstchen grillen. Doch um dieses tolle Erlebnis auch genießen zu können, sollten Sie auf einige Dinge bei der Vorbereitung und während des Lagerfeuers achten.


Vorbereitung Lagerfeuer

Bevor es mit dem Lagerfeuer losgeht, sollten einige Vorbereitungen getroffen werden. Wenn Sie Stockbrot backen möchten, sollten Sie den Teig bereits einige Stunden vorher zubereiten. In unserem Magazinbeitrag "Das perfekte Stockbrot-Rezept" erklären wir Ihnen, wie das geht. Außerdem ist es immer eine willkommene Abwechslung, zum puren Teig auch weitere Zutaten, wie Schinken, Nutella oder Honig anzubieten, mit denen das Stockbrot beliebig verfeinert werden kann. Nicht alles, was sich zum gewöhnlichen Grillen eignet, kann auch über dem Lagerfeuer gegrillt werden. Langes Grillen sollte eher vermieden werden. Das Grillgut sollte deshalb am besten eine kurze Garzeit besitzen. Vorgebrühte Würstchen, Gemüsestückchen oder Marshmallows eignen sich bestens für das Grillen über dem Feuer. Verstauen Sie alle Lebensmittel in einer Kühlbox, um sie zum Lagerplatz zu transportieren. Neben dem Essen sollten Sie auch ausreichend Getränke vorbereiten. Bei kälteren Temperaturen können auch Heißgetränke, wie Kakao oder Tee, eine leckere Alternative zu Fruchtschorlen oder Limonaden sein.

Nachdem Sie sich um den Proviant gekümmert haben, sollten Sie die Kleidung Ihrer Kinder für das Lagerfeuer bedacht auswählen. Hier empfiehlt es sich, Kleidung aus langsam brennenden Materialien, wie Baumwolle, zu tragen. Baumwolle bekommt von Funken nur vergleichsweise harmlose Brandlöcher, Polyester ist hingegen schnell entflammbar und kann so sehr gefährlich werden, wenn sich die Kleidung entzündet. Für eine besonders gemütliche Atmosphäre sorgen Decken und Kissen – auch diese sollten bestenfalls aus Leinen oder Baumwolle bestehen.

Wir haben für Sie eine Checkliste mit Dingen vorbereitet, die beim Lagerfeuer auf keinen Fall fehlen dürfen:

Checkliste:

  • Warme Decken, falls es trotz des Feuers zu kalt wird
  • Besteck, Teller und Gläser
  • Sitzmöglichkeiten (Decken, Campingstühle oder Bänke)
  • Grillgut, wie Stockbrotteig, Marshmallows, Würstchen, Gemüsestücke etc.
  • Zutaten zum verfeinern (Nutella, Schinken etc.)
  • Servietten oder Küchenrolle
  • Stöcke
  • Getränke
  • Mückenschutz
  • Verschiedene nützliche Utensilien: Lange Streichhölzer, Feuerzeug, Taschenmesser, Taschenlampe, Toilettenpapier
  • Wie immer sollte man in der Natur alles so hinterlassen, wie man es vorgefunden hat. Deshalb gehören auch ausreichend Müllsäcke zur Ausrüstung
  • Löschmittel für den Brandschutz


  • Sicherheit beim Lagerfeuer mit Kindern

    Sicherheit wird bei einem Lagerfeuer stets großgeschrieben. Die erste und wichtigste Regel ist, die Kinder stets und ohne Ausnahme zu beaufsichtigen. Entfernen Sie auch alle Gegenstände, die um das spätere Lagerfeuer herumstehen und sich entzünden könnten. Falls Sie campen, achten Sie darauf die Zelte mit ausreichenden Abstand zu den Flammen aufzustellen. Verwenden Sie außerdem Hartholz – das Verbrennen von Weichholz begünstigt Funkenflug und könnte so Kinder verletzen oder Schäden an deren Kleidung verursachen.

    Verwenden Sie auf keinen Fall Brandbeschleuniger. Dies könnte zu gefährlichen Stichflammen führen. Nutzen Sie lieber die Entzündung des Feuers dafür, den Kindern beizubringen, wie man dieses mit Stock und Stein oder einer Lupe entzündet. Dies empfiehlt sich jedoch nur für ältere Kinder. Zudem sollten Sie ihnen klarmachen, dass sie dies niemals alleine ohne Aufsicht dürfen, da es schnell sehr gefährlich werden kann. Nicht nur Verletzungen, auch die Gefahr eines Waldbrandes sollte in diesem Kontext herausgestellt werden.

    Am besten Sie führen Ihre Kinder langsam an das Thema heran und erklären, dass ein Feuer immer mit Respekt und höchster Vorsicht zu genießen ist. Die Kinder sollten immer auf einen ausreichenden Abstand zum Lagerfeuer achten. Stellen Sie die Sitzgelegenheiten gemeinsam mit den Kindern auf und machen Sie (eventuell sogar durch eine Linie mit Ästen oder einem Seil) deutlich, wie nah die Kleinen ans Lagerfeuer dürfen. Außerdem muss deutlich werden, dass es ausschließlich Erwachsenen vorbehalten ist, Holzscheite nachzulegen.

    Es empfiehlt sich für den Notfall, einen Eimer voll Wasser bereitzuhalten. So können kleine Verbrennungen sofort gekühlt oder ein außer Kontrolle geratenes Lagerfeuer gelöscht werden. Auch Stöcke, mit denen Würstchen oder Marshmallows aufgespießt werden, können zur gefährlichen Waffe werden. Machen Sie den Kindern klar, dass sie keinesfalls mit dem Stock herumrennen oder spielen dürfen. Außerdem macht es Sinn, die Spitze des Stocks etwas abzustumpfen - so kann der Stock weniger Schaden anrichten, falls doch einmal ein Unfall passiert. Des Weiteren sollten Stöcke, auf denen sich bereits Leckereien befinden, nicht geschüttelt werden. Ein heißes Marshmallow verwandelt sich so schnell in ein gefährliches Flugobjekt.

    Nach dem Lagerfeuerspaß ist es vor allem wichtig, das Feuer richtig auszulöschen. Tränken Sie die heißen Kohlen mit Wasser, um die Kohlen sicher zu löschen. Wiederholen Sie den Vorgang fünf Minuten später. Bedecken Sie die heißen Kohlen nicht mit Sand, um sie zu ersticken. Kohlen können bis zu 24 Stunden nachschwelen. Unter der Sandschicht sind sie nicht mehr sichtbar und können so zu Unfällen führen.


    Lagerfeuer mit Kindern bauen

    1. Feuerstelle aussuchen

    Bevor Sie anfangen, ist es wichtig, dass Sie sich versichern, dass Lagerfeuer in diesem Gebiet erlaubt sind. An Lagerplätzen stehen gewöhnlich Schilder, die darüber informieren, sollte es verboten sein. Wenn Sie auf einer Wiese oder im Wald Lagerfeuer machen möchten, sollten Sie sich vorher bei der zuständigen Gemeinde erkundigen, ob dies erlaubt ist bzw. zum jeweiligen Zeitpunkt Waldbrandgefahr besteht. Des Weiteren sollten Sie darauf achten, dass keine niedrigen Äste ins Lagerfeuer ragen. Bestenfalls ist der Untergrund sandig oder steinig. Um sicherzugehen, können Sie auch einfach eine Feuerschale benutzen. In unserem Magazinbeitrag „Feuerschale als Grill“ erklären wir Ihnen, wie Sie auf einer Feuerschale grillen können. Falls es sehr windig ist, sollte ein Windschutz gebaut werden – dieser kann aus einem Erdwall oder aus aufgestellten Steinplatten bestehen.

    2. Feuerholz sammeln

    Selbst Kleinkinder können mithelfen, Feuerholz für das Lagerfeuer zu sammeln. Zum Entzünden des Feuers eignet sich vor allem trockenes, schnell entflammbares Material, wie trockenes Laub, Farnkraut oder Tannennadeln. Gutes Brennholz stammt von Hartholzbäumen oder breitblättrigen Bäumen. Es brennt gleichmäßig und gibt länger anhaltende Wärme ab. Das ist besonders beim Grillen vorteilhaft.

    Beim Feuerholzsammeln liegt die Betonung auf „Sammeln“ und nicht auf abholzen! Es versteht sich von selbst, dass keine Äste von Bäumen abgeschlagen und keine kleinen Bäume gefällt werden sollten. Das frische Holz wäre ohnehin zu feucht. Das Holz sollte also trocken sein, sonst kommt es zu gesundheitsschädlicher Rauchbildung. Ob das Holz trocken genug ist, können Sie testen, indem Sie zwei Stücke Holz aneinanderschlagen. Ihr Brennholz ist trocken, wenn der Klang hart und klingend ist. Feuchtes Holz hingegen hat einen stumpfen Klang.

    3. Feuerholz zu einem Lagerfeuer schichten

    Es gibt viele Arten und Möglichkeiten ein Lagerfeuer zu bauen. Für ein Lagerfeuer mit Kindern eignet sich am besten das klassische Pyramidenfeuer.


    Dieses besteht aus drei Schichten:

    1. Zunder, kleine Äste, Rinde und weiteres leicht brennbares Material als Feuerherz in der Mitte

    2. darum pyramidenförmig mittelgroße Äste

    3. darum wieder pyramidenförmig große Äste


    Achten Sie beim Aufbau darauf, dass immer wieder Zwischenräume zwischen den Ästen sind und die Äste nicht zu eng aneinander gestapelt sind. So kann das Lagerfeuer gut atmen. Ansonsten kann es passieren, dass das Lagerfeuer nicht genug Sauerstoff bekommt und dadurch erstickt wird oder viel Rauch erzeugt.


    4. Lagerfeuer mit Kindern anzünden

    Das Anzünden mit einem Streichholz können auch schon kleinere Kinder übernehmen. Feuerzeuge sollten von Erwachsenen oder Jugendlichen verwendet werden. Zünden Sie mit einem Streichholz das „Feuerherz“ am besten an mehreren Stellen an. Fächeln Sie den Flämmchen anschließend von seitlich Luft zu. Fächeln Sie solange, bis die größeren Hölzer auch entzündet sind. Legen Sie später gegebenenfalls Holz nach, um die Flammen am Leben zu erhalten.

    Ein Tipp von uns: Kinder finden die Entzündung des Lagerfeuers mit einer Lupe besonders interessant und beeindruckend. Wenn die Sonne scheint, kann man auch neben dem regulären Feuer die Lupe ausprobieren. Kinder sollten jedoch auch hiermit nicht alleine gelassen werden und müssen verstehen, dass Spielen mit Feuer und Lupe zu starken Waldbränden führen kann.

    5. Über dem Lagerfeuer grillen

    Wenn das Lagerfeuer einige Zeit brennt und keinen Rauch mehr bildet, kann mit dem Grillen begonnen werden. Erlauben Sie Ihren Kindern ausschließlich mit Ihren Stöcken zu grillen. Die angespitzten Stöcke sollten vorher in Wasser eingelegt werden – das verhindert ein vorzeitiges Verbrennen des Holzes. Lassen Sie die Kinder das vorbereitete Grillgut in kleinen Portionen auf die Spieße stecken und selbst entscheiden, was sie gerne grillen möchten. Die Spieße werden beim Grillen entweder in den Händen gehalten oder, wenn sie besonders lang sind, über dem Lagerfeuer schräg in den Boden gesteckt. Achten Sie darauf, dass Würstchen und Co. nicht zu lange gegrillt werden und verbrennen.

    6. Feuer löschen

    Lassen Sie die Holzscheite soweit wie möglich herunterbrennen. Löschen Sie langsam mit einem (oder mehreren) Eimer Wasser und warten Sie eine Weile und vergewissern Sie sich, dass es ganz aus ist. Sie sollten die Glutreste mit bloßen Händen anfassen können, ohne sich zu verbrennen.

    Rezepte fürs Lagerfeuer mit Kindern

    Neben Marshmallows und Stockbrot gibt es noch viele andere Rezeptideen, die Abwechslung auf den Lagerfeuergrill bringen. Wir stellen Ihnen unsere Favoriten vor:

    Maiskolben über dem Lagerfeuer grillen

    Die Maiskolben müssen zunächst geschält und gewaschen werden. Damit der Maiskolben nicht so schnell verbrennt, empfiehlt es sich die Kolben für 15 Minuten in Wasser einzulegen.

    Streichen Sie Olivenöl oder zimmerwarme Butter auf den Maiskolben und würzen Sie ihn mit Salz, Pfeffer und herzhaften Kräutern.

    Um die Kolben zu grillen, sollten diese auf dünne Metallstäbe gesteckt werden – Holzstöcke sind zu dick für diesen Einsatz.

    Grillen Sie den Maiskolben gleichmäßig 15-20 Minuten bis er goldgelb ist. Kindern können den Kolben besser abknabbern, wenn Sie an beiden Enden einen Zahnstocher zum Halten in den Kolben stecken.

    Fächerkartoffeln am Spieß

    Kartoffeln waschen und auf Metallspießen aufspießen. Jede Kartoffel spiralförmig einschneiden während man den Spieß dreht – bis diese komplett eingeschnitten ist.

    Diese dann mit einer Mischung aus Olivenöl, Butter, Salz, Pfeffer und Gewürzen einreiben.


    Die Fächerkartoffeln auf dem Lagerfeuer erfordern etwas Geduld: Etwa 30 Minuten benötigen die Kartoffeln, um gar zu werden. Achten Sie deshalb darauf, diese schonend mit ausreichendem Abstand zu grillen. Die letzten 10 Minuten können die Spieße auch in Alufolie gewickelt werden und in der Glut fertig gegart werden.

    Mit Käse bestreut schmecken die fertigen Fächerkartoffeln besonders gut.

    Spiele fürs Lagerfeuer mit Kindern

    Wenn es dunkel wird und das Lagerfeuer entzündet wird, versammeln sich Groß und Klein ums Lagerfeuer. Doch meist wird dort nicht nur rumgesessen, gegessen und gesungen, sondern auch gespielt. Wir haben 3 Spielideen für Ihr Lagerfeuer mit Kindern.

    Rücken-Kunstwerke

    Dieses Spiel wird jeweils in Zweiergruppe gespielt. Die Spieler stellen sich hintereinander. Der Hintere malt nun mit dem Finger eine Figur bzw. einen Gegenstand auf den Rücken des Vordermanns. Dieser muss den Gegenstand auf ein Blatt Papier malen.

    Schafft der Vordermann den Gegenstand nachzuzeichnen?

    Drei Dinge mit A

    Auf ein Zeichen hin nennt der Spielleiter einen Buchstaben. Daraufhin müssen fünf Gegenstände genannt werden, die mit diesem Buchstaben anfangen und sich am Lagerplatz befinden. Wer ist am schnellsten?

    Lieder gurgeln

    Der Jüngste am Lagerfeuer darf anfangen. Er nimmt einen Schluck Wasser in den Mund und gurgelt damit ein Lied. Wer errät zuerst, um welches Lied es sich handelt? Der Gewinner ist als nächstes an der Reihe mit gurgeln.

    Mit diesen Tipps und Anregungen steht Ihrem Lagerfeuer mit Kindern nichts mehr im Wege. Wenn Sie noch weitere Anregungen oder Spielideen haben, zögern Sie nicht diese mit uns im Kommentarfeld zu teilen. Wir freuen uns über jeden Kommentar!

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