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Was kann ich gegen Holzschimmel und Stockflecken tun?

Gartenmöbel aus Holz sind bei unseren Kunden sehr beliebt. Kein Wunder: Holz zaubert einen natürlichen Look auf die Terrasse und schafft zudem eine edle und gemütliche Atmosphäre. Umso ärgerlicher, wenn mit der Zeit Feuchtigkeit entsteht und sich unschöne Flecken bilden. Immer wieder erreichen uns Kundenanfragen, die sich mit der richtigen Pflege von Stühlen und Tischen aus Holz beschäftigen.
Daher geht es heute um die Frage und das Problem: „Was kann ich tun, um Holzschimmel zu verhindern und wie kann ich bereits entstandene Schäden entfernen? Ist eine Schutzhülle sinnvoll?“

Wie entsteht Holzschimmel überhaupt?

Im Zuge der Herstellung wird das Holz Ihrer Möbel im Regelfall bereits so behandelt, dass es gegen äußere Einflüsse gewappnet ist. Im Laufe der Zeit lässt die Schutzfunktion – besonders unter extremen Bedingungen - allerdings schnell nach. Dabei sind Harthölzer, wie zum Beispiel Buche, Eiche oder Teak wesentlich widerstandsfähiger als andere Holzarten.


Folgende Faktoren begünstigen die Schimmelbildung:

  • Feuchtigkeit: Gelangen Regen, Schnee, Tau- oder Schwitzwasser auf Ihre Möbel und bilden sich sogar Pfützen auf der Tischplatte oder der Sitzfläche, wird das Holz mit der Zeit auch in seiner Tiefe feucht. Auf diese Weise entsteht an der Holzoberfläche ein perfekter Nährboden für Pilze, der kosmetische Schäden verursachen und langfristig sogar zu einer Zersetzung des Holzes führen kann.
  • Verschmutzung: Sammeln sich Pollen, Schmutz, Laub, Vogelkot oder Lebensmittelrückstände auf Ihren Möbeln an, dringen diese mit der Zeit tief in die Poren des Holzes ein und verschließen diese. Eine vorzeitige Alterung des Holzes sowie Schimmelbildung können die Folge sein.
  • Sonne: Intensive UV-Strahlung zerstört auf Dauer die Oberfläche des Holzes.



Auch wenn an Ihrem Gartenmöbel noch keine großen Schimmelexemplare, wie der holzzersetzende Hausschwamm oder Blättling wachsen, ist auch bei kleinerem Schimmelbefall und vermeintlich harmlosen Stockflecken Vorsicht geboten. Sehr häufig kommt dabei der sogenannte Bläueschimmel, auch Anstrichbläue oder tertiäre Bläue genannt, vor. Dieser entsteht wenn bereits getrocknetes, verarbeitetes Holz wieder feucht wird. Diese bläulich-grauen Punkte greifen das Holz zwar nicht in seiner Tiefe an, sind jedoch Nährboden für andere Schimmelarten und sollten daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Was können Sie nun gegen Holzschimmel und Stockflecken tun?


Vorbeugend

  • Verwenden Sie geeignete Pflegeprodukte; fragen Sie ggf. beim Hersteller an.

  • Sanfte Reinigung: Warme Seifenlauge, ein Schwamm oder eine weiche Bürste sowie ein weiches Trockentuch sind im Regelfall ausreichend.
  • Lagern sie ausschließlich gereinigte Gartenmöbel an einem trockenen, kühlen aber frostfreien Platz, wie zum Beispiel in der Garage, im Keller oder in einem Gartenhäuschen ein.

  • Beugen Sie Rostbildung von Schrauben und Scharnieren durch Einfetten und spezielle Pflege vor.

  • Ein regelmäßiges Einölen Ihrer Möbel, verhindert Risse und Absplitterungen im Material. Beim ölhaltigen Teak ist es meist ausreichend die beschädigten Stellen wieder glatt zu schleifen. Sie sollten jedoch erst Ihre Möbel ölen, sobald keine Feuchte mehr im Material vorhanden ist.
  • Behandeln Sie vor allem die Holzbeine und andere Holzteile Ihrer Gartenmöbel, die oft nass werden, mit einem speziellen Schimmelschutz.


Wenn es schon „zu spät“ ist

  • Schimmel sollte zeitnah entfernt werden, da seine Sporen schnell tiefer in das Holz eindringen.

  • Vor der Schimmelentfernung sollten Sie sicher gehen, dass das Material trocken und sämtliche Holzfeuchte entwichen ist. Andernfalls kann der Schimmel nach kurzer Zeit erneut auftreten.

  • Eine oberflächliche Behandlung des Schimmels können Sie mittels milder Reinigungsmittel wie zum Beispiel Essig oder Bleichmittel bzw. Chloride sowie spezieller Fungizide durchführen. Testen Sie die Bleichmittel jedoch vorher an einer unauffälligen Stelle, um festzustellen, ob die Farbveränderung dem gewünschten Ergebnis entspricht.

  • Eine mechanische Entfernung ist notwendig bei Stockflecken oder hartnäckigem Holzschimmel, der bereits in das Material eingedrungen ist. Verwenden Sie hierzu feines Schleifpapier oder einen Hobel.

Achtung:
Schimmel ist gesundheitsschädlich. Daher sollte die Behandlung stets im Freien oder unter guter Belüftung erfolgen. Tragen Sie dabei stets Handschuhe und ggf. einen Mundschutz. Wenn Sie sich unsicher sind, ob es sich um Schimmel handelt und nicht wissen, wie er zu entfernen ist, ziehen einen Fachmann zu Rate.


Schutzhülle? JA! Aber…

Eine Schutzhülle ist praktisch: Sie trägt zur Langlebigkeit Ihrer Gartenmöbel bei, indem sie diese im Garten vor Regen, UV-Strahlung sowie Staub und Schmutz jeglicher Art bewahrt.
Vergessen Sie dabei jedoch nicht:
…, dass Holz ein „lebendiges“ Material ist und dass es bei luftdichtem Abschluss zur Bildung von Schwitzwasser kommen kann. Decken Sie Ihre Möbel daher nicht bis zum Boden mit der Hülle ab, sondern sorgen Sie dafür, dass mindestens 5 cm über dem Boden freigehalten werden, so dass eine Zirkulation der Luft möglich ist. Dies können Sie zusätzlich unterstützen, indem Sie die Oberfläche der Möbel und die Schutzhülle mit einer Lage Styropor, einem Ball oder einem anderen geeigneten Gegenstand voneinander trennen.
… die Holzbeine Ihrer Möbel zu schützen. Dauerhafte Feuchtigkeit von unten, die zur Verfärbung und im schlimmsten Fall zur Verrottung der Beine führt, kann nicht durch eine Hülle verhindert werden. Kunststoffkappen für Tisch- und Stuhlbeine sorgen für ausreichend Abstand zum Boden und dienen als Schutz vor Feuchtigkeit.
… Ihre Gartenmöbel vor der Einlagerung im Winter zu reinigen und zu trocknen.
… Ihre Schutzhülle regelmäßig von Ihren Möbeln zu entfernen und sie atmen zu lassen. Eine gute Luftzirkulation ist hier das A und O.
…, dass – vor allem wenn Sie Holzmöbel über einen längeren Zeitraum abdecken wollen – nicht jede Schutzhülle geeignet ist. Entscheiden Sie sich daher für ein Schutzhülle von AeroCover oder TeakSafe von Heinemeyer. Diese besitzen eine atmungsaktive Membran, welche Feuchtigkeit und Schimmelbildung vorbeugt.

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