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Welches Holz für Gartenmöbel?

Welches Holz für Gartenmöbel?

Alexandra Lindert
|
06.07.2017
|
5 Min Lesezeit
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Alexandra Lindert
06.07.2017
|
5 Min Lesezeit

Lärche oder Douglasie? Robinie oder Bangkirai? Bei der Wahl der richtigen Holzart für Gartenmöbel kann der Gartenliebhaber sehr schnell ins Schleudern geraten. Denn neben altbewährten Klassikern wie Kiefer oder Teak haben längst viele weitere Holzsorten wie Eukalyptus oder Akazie den Gartenmöbelmarkt erobert.

Welches Holz für Gartenmöbel?

Lärche oder Douglasie? Robinie oder Bangkirai? Bei der Wahl der richtigen Holzart für Gartenmöbel kann der Gartenliebhaber sehr schnell ins Schleudern geraten. Denn neben altbewährten Klassikern wie Kiefer oder Teak haben längst viele weitere Holzsorten wie Eukalyptus oder Akazie den Gartenmöbelmarkt erobert.

Ob Gartenmöbel lange überdauern, hängt unter anderem auch sehr stark von der Holzart sowie vom gewählten Holzschutz ab. Generell sind Nadelhölzer bläuegefährdet und somit nicht so lange haltbar wie Laubhölzer. Deshalb sollten sie besonders Nadelhölzer die Sie im Außenbereich verwenden, mit einem geeigneten Holzschutzgrund vorbehandeln. Laubhölzer hingegen sind durch ihre spezielle Inhaltsstoffe größtenteils resistenter gegen Schädlinge und bedürfen nicht all zu viel Pflege.

Hier finden Sie nun einen Überblick über die gebräuchlichsten Holzarten für Gartenmöbel mit den jeweiligen Eigenschaften und dem jeweiligen Hinweis, ob ein Bläueschutz oder eine Imprägnierung empfehlenswert ist:

 

Holzart
Eigenschaften und Tauglichkeit als
Gartenmöbelmaterial
Bläueschutz und Imprägnierung
Balau (Bangkirai) Ist ein tropisches Holz. Es ist sehr schwer
und hart und wird in Bereichen mit hoher
Beanspruchung eingesetzt. Das dunkel-
rötliche Holz wird zunehmend im
Gartenbereich verwendet, weil ihm ähnlich
wie bei dem verwandten Teakholz Fäule
wenig anhaben kann. 
Nicht erforderlich
Dark Red Meranti Das Dark Red Meranti findet sich
hauptsächlich in Indonesien, Malaysia und
auf den Philippinen. Das Splintholz ist weiß
bis gelblichgrau und das Kernholz rötlich
bis violettbraun. Das Kernholz ist dabei
extrem widerstandsfähig gegen Pilze. Das
Holz ist als Konstruktionsholz für mittlere
bis hohe Beanspruchung außen geeignet.
Es muss dabei nicht imprägniert werden. 
Nicht erforderlich
Douglasie Die Douglasie, auch unter dem Namen
Oregon Pine und Douglas Fir bekannt,
kommt ursprünglich aus Nordamerika.
Mittlerweile hat sich der Baum auch in
Europa (besonders in Deutschland)
verbreitet. Das Kernholz ist frisch gelblich-
braun bis rötlich-gelb und dunkelt im Licht
schnell zu einem braunroten Farbton ab.
Bekannt als eines der festesten
Nadelhölzer der Erde, ist das Holz sehr
hart und trocken und damit sehr leicht zu
bearbeiten. Zusätzlich ist das Holz wegen
der starken Flader- und Streifenzeichnung
sehr dekorativ. 
Erforderlich
Eiche Die Eiche ist vorwiegend im
mitteleuropäischem und
nordamerikanischen Raum beheimatet.
Das Holz hat eine sehr kräftige und
gleichmäßige Struktur. Dabei variieren die
Farbtöne von beige bis honiggelb. Das
sehr rustikale und witterungsbeständige
Holz wird unbehandelt sowie behandelt in
nahezu allen Wohnbereichen verwendet. 
Nicht erforderlich
Eukalyptus Der Eukalyptus ist ein australischer Baum,
der in etwa 600 Arten anzutreffen ist.
Dabei wird er seit Mitte des 19.
Jahrhunderts auch im Mittelmeerraum
kultiviert. Er wächst sehr schnell, wird
teilweise bis zu einem Meter dick und bis
zu 40 Meter hoch. Aus seinen Blättern
werden vor allem Heilöl und Aromastoffe
produziert. Seine große Härte und seine
geringe Neigung zur Rissbildung machen
ihn inzwischen zu einem sehr beliebten
Holz für Gartenmöbel. 
Nicht erforderlich
Fichte Die Fichte ist ein im mittel- und
südeuropäischem Raum sowie in
Nordamerika stark auftretendes
Nadelholz. Das Holz der Fichte hat dabei
eine gelblichweiße bis rötlichweiße Farbe
und enthält sehr viel Harz. Das Fichtenholz
ist ein sehr preiswertes und leicht zu
verarbeitendes Weichholz und gilt als
wichtigstes Bauholz. Die Kiefer liefert
astfreies, extrem harzhaltiges Holz und ist
unbehandelt nicht für den Außenbereich
geeignet. Daher sollte bei der Verwendung
für Gartenmöbel auf einen
entsprechender Schutz geachtet werden. 
Erforderlich
Kiefer Die Kiefer ist ein sehr weit verbreitetes
Holz und kommt in ganz Europa,
Nordamerika, Nahost und Ostasien vor.
Kiefernholz hat im frischen Zustand eine
gelbliche bis rötliche Farbe dunkelt aber
nach kurzer Lagerung stark nach. Das Holz
ist sehr Harz- und Fetthaltig und etwas
dauerhafter als Fichtenholz. Dagegen
weist es aber sehr viele Äste auf. Da es
keinen eigenen Schutz besitzt, kann es viel
Feuchtigkeit aufnehmen. Dies kann beim
unbehandelten Holz zu Fäulnis führen.
Dafür ist das Kiefernholz ein preiswertes
und leicht zu verarbeitendes Weichholz. 
Erforderlich
Lärche Die Lärche ist hauptsächlich in Europa
beheimatet. Sie liefert eines der
wertvollsten einheimischen Weichhölzer.
Ein hoher Harzgehalt vermindert
Fäulnisschäden und macht es dadurch zu
einem langlebigen Werkstoff. Das
Lärchenholz hat einen rötlichbraunen und
stark nachdunkelnden Kern und einen
gelblich weißen Splint. Lärchenholz ist
noch dichter, härter, zäher, harzreicher
und witterungsbeständiger als Kiefernholz
und eignet sich besonders für
Außenarbeiten.
Erforderlich
Akazie/Robinie Der in den südöstlichen USA beheimateter
Laubbaum weist hervorragenden
technischen Eigenschaften auf. Dabei hat
sein Holz eine hohe natürliche
Dauerhaftigkeit und ein sehr dekorativem
Aussehen. Das Holz ist im frischen
Zustand gelblich-oliv bis hellbraun und
dunkelt unter Lichteinfluss zu goldbraun
oder hell lederbraun nach. Es ist sehr
schwer und hart mit entsprechend guten
Festigkeitswerten, die deutlich über denen
der Eiche liegen. Es eignet sich besonders
für witterungsbeständige Gartenmöbel
und erfordert keine Imprägnierung.
Nicht erforderlich
Sipo Das Sipo ist ein afrikanisches Laubholz
und ist auch bekannt unter dem Namen
Sipo-Mahagoni. Das Splintholz ist hellgrau
bis rot und das Kernholz bräunlich und
dunkelt im Laufe der Zeit unter
Sonnenlicht nach. Das Holz ist sehr hart,
hat aber eine geringe Festigkeit. Es
zeichnet sich durch
Witterungsbeständigkeit aus und ist gut zu
bearbeiten und beständig gegen Insekten
und Pilze. Daher eignet es sich ebenfalls
sehr gut für witterungsbeständige
Gartenmöbel. 
Nicht erforderlich
Teak Das Teakholz kommt aus Südostasien. Das
Kernholz ist gelb und dunkelt nur leicht zu
hell bis dunkelbraun nach. Durch die
charakteristischen schwarze Adern wirkt
das Teak sehr lebhaft und angenehm.
Teakholz ist sehr witterungsbeständig und
zum ganzjährigen Verbleib im
Aussenbereich hervorragend geeignet.
Aufgrund vieler öliger Inhaltsstoffe kann
Teak unbehandelt bleiben und erhält dann
nach gewisser Zeit die bekannte
silbergraue Patina.
Nicht erforderlich

Alexandra Lindert
verfasst von Alexandra Lindert

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