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Heiße Maroni grillen

Die Tage werden kälter und was wärmt die frierenden Hände besser als eine Tüte leckerer heißer Maroni? Wer jedoch keinen Maroni-Stand in der Nähe hat und auch die Weihnachtsmärkte noch nicht geöffnet haben, der kann die leckeren Esskastanien auch selbst ganz einfach auf dem Grill zubereiten. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.

Welche Kastanien kann man grillen und verzehren?

Wer seine Kastanien im Wald oder Park selber sammeln möchte, sollte stets darauf achten, dass ins Körbchen auch wirklich nur die essbaren Edelkastanien (Castanea sativa) und nicht die giftigen Rosskastanien landen. Maroni sind die bekanntesten Ess- oder Edelkastanien. Sie wurden extra gezüchtet, sind besonders leicht zu schälen und intensiver im Geschmack als herkömmliche Esskastanien. Um die giftige von der genießbaren Sorte zu unterscheiden, sollten Sie auf Folgende Merkmale achten:

  • das Blatt der Rosskastanie besteht aus 5 kleinen Einzelblättern und ähnelt dem Blatt der Buche. Der Blatt des Esskastanienbaums ist ein langes, einzelnes Blatt am Ast und hat kleine, spitze Stacheln am Rand.


  • die Hülle der Rosskastanie ist glatt und hat dicke, spitze Erhebungen. Die der Esskastanien hingegen haben dichte, extrem lange und spitze Stacheln.


  • während Rosskastanien nahezu rund sind, läuft die Frucht der Esskastanie zu einer Seite hin spitz zu und hat dort einen kleinen pinselartigen Bausch. Zudem sind ist auf der einen Seite bauchig, auf der anderen Seite flach.


Da Rosskastanien giftig sind, sollten Sie diese auf keinen Fall verzehren!

Wenn man sich sicher ist, Esskastanien gefunden zu haben, ist es wichtig bei der Auswahl direkt eine Qualitätskontrolle durchzuführen. Gute und frische Maroni sollten stets glänzen, hart sein und natürlich nicht faulig oder wurmstichig. Die schlechten Exemplare sollten Sie gleich aussortieren und lieber weniger, aber gute Esskastanien mit nach Hause nehmen.

Wer sich nicht sicher ist, ob es sich um die essbare Marone oder die giftige Rosskastanien handelt oder keine Kastanienbäume in der Nähe hat, muss auf gegrillte Maroni nicht verzichten. Denn diese bekommt man in dieser Jahreszeit auf dem Wochenmarkt, beim Gemüsehändler oder auch im gut sortierten Supermarkt.

Rezept: Heiße Maroni vom Grill

Sie brauchen

  • Maroni (so viel wie man möchte)
  • feuerfester Gemüsekorb für den Grill (gibt es von Grill-Herstellern wie Weber oder Napoleon, ich habe den Edelstahl-Gemüsekorb von Napoleon verwendet)
  • Messer
  • Schale mit Wasser
  • Grill mit Deckel (indirektes Grillen!)


Zubereitung im Gemüsekorb

1. Zunächst sollten Sie – gerade wenn die Kastanien selbst gesammelt sind – die Maroni gründlich waschen und die braune Schale zunächst einmal oder kreuzförmig an der bauchigen Seite einritzen, damit die Schale beim Rösten und dem damit verbundenen Ausdehnen des Fruchtfleisches einfacher aufplatzen kann. Das geht am besten mit einem Gemüsemesser. Achten Sie dabei darauf, nur die Schale einzuritzen, nicht jedoch das Fruchtfleisch zu verletzen.

2. Maroni anschließend für ca. 30 Min. wässern. Damit die Maroni unter Wasser bleiben, kann man sie mit einem Teller oder einer kleineren Schale beschweren. Währenddessen den Grill auf 200°C aufheizen.

3. Den Gemüsekorb auflegen und die Maroni anschließend in Gemüsekorb geben. Die Erfahrung zeigt, dass es besser ist, die Maroni portionsweise zu grillen, denn nur so hat man so immer frische, warme Maroni, die man direkt essen kann. Während Sie eine Portion verspeisen, kann direkt die nächste Portion aufgelegt werden. Dann lassen sie sich auch deutlich besser schälen.

4. Bei 200°C werden die Maroni dann für ca. 20-30 Minuten indirekt (also bei geschlossenem Deckel) gegrillt und geröstet. Währenddessen die Maronen regelmäßig mit der Grillzange wenden und mit etwas Wasser benetzen.

Die Maroni sind fertig, wenn die Schale aufgeplatzt ist und sie, wenn man auf sie drückt, leicht nachgeben.


Tipp für Ungeduldige: Die Grillzeit kann man etwas verkürzen, wenn man die Maroni vorher kurz ein paar Minuten in heißem Wasser kocht.


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