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Räucherholz-Sorten im Überblick

Heute gibt es mal kein Grill-Rezept von mir, sondern einen kurzen Einstieg ins 1x1 der Räucherhölzer. Denn das perfekte Smoke-Ergebnis steht und fällt nicht zuletzt mit der richtigen Wahl und Verwendung des Räucherzubehör. Die fertig im Handel erhältlichen Räucherhölzer gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die am häufigsten verwendeten Formen sind hierbei die größeren Räucherchunks und die etwas kleineren Räucherchips.

Um ein tolles Rauchergebnis zu bekommen, brauchen Sie aber nicht unbedingt einen speziellen Smoker. Denn auch ein Grill mit Deckel (z.B. ein Kugelgrill) kann verwendet werden, um sein Grillgut zu smoken. Es ist übrigens egal, welche Befeuerungsart Sie wählen, denn Räucherholzer können Sie – entgegen der Annahme vieler – auch auf Gas- und Elektrogrills verwenden. Hierbei greift man auf eine Räucherbox aus Edelstahl oder für den einmaligen Gebrauch auf befüllte Aluminiumschalen zurück. Was Sie sonst noch zum Thema Smoken wissen sollten, können Sie auch unserem Beitrag „Die Kunst des Smokens“ nachlesen.


Wie Räucherhölzer verwendet werden

Bevor Sie Räucherhölzer verwenden, müssen Sie diese erstmal für mindestens eine Viertelstunde in einem Eimer Wasser gewässert werden. Dies hat den Effekt, dass die Hölzer nicht sofort verbrennen und der Prozess dadurch verlangsamt wird. So wird das Aroma langsam und gleichmäßig abgegeben. Bei einem Holzkohlegrill wartet man zunächst bis die Kohle durchgeglüht ist und gibt dann die gewässerten Räucherhölzer direkt in die Glut. Auch bei einem Gas- oder Elektrogrill wartet man zunächst bis der Grill die gewünschte Temperatur erreicht hat und stellt dann die Räucherbox mit dem ebenfalls zuvor gewässerten Chips oder Chunks auf den Grill. Erst wenn langsam Rauch entsteht, sollte auch das Grillgut auf den Grill kommen. Für ein kräftiges Rauchergebnis platziert man bei Gas- und Elektrogrills das Grillgut möglichst nah an die Räucherbox, für einen eher dezenteren Rauchgeschmack eher etwas weiter entfernt.

Darauf sollten Sie bei der Wahl des Holzes achten

Wenn Sie nicht fertig aufbereitete Chips und Chunks aus dem Handel kaufen wollen, sondern Räucherholz selber machen und Hölzer aus der Natur verwenden möchten, ist darauf zu achten, dass nicht jedes Holz und jede Holzqualität auch für das Smoken geeignet ist. Es gibt ein paar Dinge zu beachten, bevor Sie das Holz zum Räuchern von Pulled Pork, Geflügel und Co. einsetzen. Zuallererst sollten Sie bei Herstellung darauf achten, dass von den Hölzern die Rinde entfernt ist, um zu verhindern das Bitterstoffe freigesetzt werden und Ihr Grillgut diesen Geschmack annimmt. Zudem sollten Sie nur Holz verwenden, das längere Zeit durchgetrocknet ist, bevor Sie es verwenden. Zudem sollten diese Hölzer auf keinen Fall in Ihrem Grill landen:

  • harzhaltige Hölzer: die meisten Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer etc. eignen sich daher nicht zum Räuchern, da durch die Verbrennung der Harze ein bitterer Geschmack entstehen kann
  • morsches, fauliges, pilzbefallenes Holz
  • stark ölhaltige Hölzer, wie Eukalyptus
  • chemisch behandelte Hölzer und Spanplatten


Die beliebtesten Räucherhölzer im Überblick

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Ich habe Ihnen daher im Folgenden eine kleine Übersicht über die beliebteste Räucherhölzer mit ihrem charakteristischen Aromas erstellt und eine kleine Tabelle, zu welchem Grillgut die Hölzer jeweils gut passen.

Akazie: Eher schwaches Raucharoma.

Ahorn: Leicht rauchiges, aber auch süßliches Raucharoma.

Apfel: Fruchtiges Raucharoma, das besonders bei Schinken zu empfehlen ist.

Aprikose: Eher mildes und süßes Raucharoma.

Birke: Milder, leicht süßlicher Rauchgeschmack.

Birne: Süßes und holziges Raucharoma.

Buche: Ausgewogenes Raucharoma.

Eiche: Schweres Raucharoma.

Erle: Dezenter Rauchgeschmack mit einem Hauch von Süße.

Esche: Leichtes Raucharoma.

Flieder: Sehr leichter, eher blumiger Geschmack. Eignet sich gut zum Räuchern von Meerestieren.

Hickory: Scharf-rauchiger Geschmack.

Kirsche: Leicht süßes und fruchtiges Raucharoma.

Mandel: Nussig-süßes Raucharoma.

Maulbeere: Vergleichbar mit dem Raucharoma von Apfel, aber weniger süßlich.

Mesquite: Starkes und erdiges Raucharoma.

Nektarine: Sehr mildes und leicht süßliches Raucharoma.

Pflaume: Sehr mildes und süßes Raucharoma.

Orange: Leichtes Raucharoma mit einer fruchtigen Note.

Pampelmuse: Sehr fruchtiges und rauchiges Aroma.

Pappel: Charakteristisches, rauchiges Aroma.

Pecannuss: Nussig-mildes Raucharoma.

Pfirsich: Leicht holziges und süßes Raucharoma.

Walnuss: Äußerst schweres Aroma, das gleichzeitig nussig-süß wirkt.

Weinreben: Fruchtiges und leicht holziges Aroma.

Zitrone: fruchtig-scharfes Raucharoma.


Sehr beliebt sind mittlerweile Räucherholzer, die aus Whiskey- und Rotweinfässern gewonnen werden und dem Grillgut so nochmal eine ganz eigene aromatische Note verleiht. Viele Freunde des Räucherns mischen verschiedene Räucherhölzer für einen intensiveren oder noch spezielleren Räuchergeschmack. Fertigmischungen bestehend aus verschiedenen gut miteinander harmonierenden Holzarten gibt es teilweise auch im Fachhandel fertig verpackt.

Haben Sie auch beim Grillen auch schon einmal Räucherhölzer verwendet? Teilen Sie mit uns Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!

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